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Städel und Kunsthalle Frankfurt

Emil Nolde und die Pariser Bohème

FRANKFURT Farben-Rausch im Städel: Das Frankfurter Museum zeigt den expressionistischen Maler Emil Nolde (1867-1956). Zu sehen sind rund 140 Gemälde, Aquarelle und Druckgrafiken. Laut Städel-Direktor Max Hollein ist es - nach vielen kleineren Ausstellungen - die erste umfassende Retrospektive seit 25 Jahren.

Emil Nolde und die Pariser Bohème

Auch Noldes neunteiliges Werk "Das Leben Christi" ist in Frankfurt zu sehen.

Auf zwei Stockwerken wird das Gesamtwerk Noldes chronologisch aufgearbeitet. Der Rundgang beginnt mit den frühen - noch impressionistisch anmutenden - Seestücken. Im Zentrum stehen die bekannten Blumenmotive und Landschaften. Ein Raum vereint Berliner Nachtszenen, ein anderer jene Bilder, die Nolde auf einer Forschungsreise in Neuguinea malte.

Innerer Wert

Als Schritt "vom optisch äußerlichen Reiz zum empfundenen inneren Wert" verstand Nolde seine religiösen Darstellungen. Das neunteilige Wandbild "Das Leben Christi" ist das größte Exponat der Ausstellung. Zu den kleinsten Werken zählen die "ungemalten Bilder", die in der NS-Zeit entstanden.

Noldes ambivalente Rolle im Nationalsozialismus steht nicht im Mittelpunkt der Ausstellung - aber im Fokus der Aufmerksamkeit. Der Maler war überzeugter Anhänger Hitlers, viele Briefe belegen seine antisemitische Haltung.Entartete Kunst Dennoch wurde der Künstler mit Berufsverbot belegt, seine Werke wurden als "entartet" diffamiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt Nolde dadurch als Inbegriff des verfolgten Künstlers. Der Direktor der Nolde-Stiftung in Seebüll, Christian Ring, nannte Noldes Verhältnis zum Nationalsozialismus "ambivalent": "Es ist Zeit, dieses Themenfeld ausführlich und umfassend aufzuarbeiten."

Ausstellung in Kunsthalle

Tipp: Wenn man schon in Frankfurt ist, lohnt sich der Besuch der Schirn-Kunsthalle. Sie zeigt noch bis zum 1. Juni die Ausstellung "Esprit Montmartre. Die Bohème in Paris um 1900". Zu sehen sind dort über 200 Kunstwerke von Henri de Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh, Pablo Picasso, Suzanne Valadon und Edgar Degas. age/dpa

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