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Zeche Zollverein Essen

"Erinnerung an Arbeit" lädt ein zur Entspannung neben der Kohlen-Halde

ESSEN Mit der Ausstellung "Erinnerung an Arbeit" haben sich 16 Künstler an die schwierig zu bespielende Fördermaschinenhalle der Zeche Zollverein gewagt. Die Schau ist in den Klopsztanga-Auftritt des Polen-NRW-Jahres eingebunden und bietet einen faszinierenden Einstieg.

"Erinnerung an Arbeit" lädt ein zur Entspannung neben der Kohlen-Halde

Auch die Arbeit "Riviera auf der Kohlenhalde" ist in der Ausstellung zu sehen.

Ein Inferno tost durch die Fördermaschinenhalle des alten Zollverein-Schachtes 1/2/8. Auf die zugeklebten Gitterfenster projiziert Slawomir Rumiak zu Industriemusik der Gruppe "Bando" seine düstere, in bräunliche Farben getauchte Vision der Rückeroberung der Industrielandschaft durch die Natur. Als "Erinnerung an Arbeit" haben 16 Künstler die zwölf Räume der schwer zu bespielenden Halle mit einer treffend als dramatisch bezeichneten kollektiven Installation in Besitz genommen. Da es in der Mehrzahl Künstler aus Polen sind, ist das Projekt in den Klopsztanga-Auftritt eingebunden, mit dem Polen seine Kultur in NRW präsentiert.Einer von ihnen hat Weltrang erlangt. Der 39-jährige Wilhelm Sasnal zeigt in seinem Video "Im Bergwerk", wie Kumpel in der Kohleregion rund um das oberschlesische Katowice in Badehose schweißtreibend mit dem Kohlehobel das schwarze Gold herausbrechen. Nicht ohne Ironie zeigt Arkadiusz Gola gleich nebenan, wie sich die künstlichen Seen der Mondlandschaft am Fuße der Kohle- und Bergehalden in eine polnische Riviera mit Erholungssuchenden auf Campingstühlen verwandeln.Konsumtempel statt Kohle Was passiert, wenn die Sinn stiftende Arbeit ausgeht und die Hallen der Arbeit rund um Katowice zu Konsumtempeln werden? Dieser Frage geht Regisseur und Übersetzer Stephan Stroux, Sohn des früheren Düsseldorfer Intendanten Karl-Heinz Stroux, mit seiner Künstlerauswahl nach. In der Turbinenhalle kann das Publikum auf einem Haufen Kohlebrocken auf Campingstühlen Platz nehmen, um Stroux' Inszenierung des in Essen spielenden Romans "Union der festen Hand" zu erleben, die 2003 auf Zollverein zu sehen war.Faszinierender Förderkorb Faszinierend ist der Einstieg in die Installation. Ein Förderkorb dient als Schleuse. Eine Videoanimation von Slawomir Rumiak suggeriert die Fahrt in die Tiefe.

 

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