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Es waren zwei Königskinder

Kino: "Love, Rosie"

Sie sind sich zugeneigt seit Kindesbeinen an, teilen Geheimnisse in der Jugend, beraten sich als junge Erwachsene in heiklen Dingen. Von Liebe ist jedoch nie die Rede, obwohl ihre schmachtenden Blicke füreinander eine andere und unübersehbar eindeutige Sprache sprechen.

Es waren zwei Königskinder

Statt ihre Zukunftspläne umsetzen zu können, muss sich Rosie (Lily Collins) um ihre kleine Tochter kümmern.

Denn eigentlich sind Rosie und Alex füreinander bestimmt. Wir wissen es von Anfang an, die beiden brauchen etwas länger dafür: zwölf Jahre. Eine Ausgangssituation, die auf ganz dünnem Eis angesiedelt ist.

Die Vorlage von Cecelia Ahern („Für immer vielleicht“) funktioniert nach dem Prinzip des „Briefromans“. In der von Christian Dittner uneinheitlich inszenierten romantischen Komödie wird die Geschichte nur aufgepeppt durch moderne Kommunikationsmittel wie E-Mail, SMS und Bildschirmkonferenz. Denn darauf sind Rosie und Alex schließlich angewiesen, nachdem er nach Amerika gegangen ist, um zu studieren, und Rosie in England zurückbleibt: schwanger nach einem One-Night-Stand mit einem ehemaligen Mitschüler. Es ist nicht der einzige Zwischenfall, der die märchenhaften „Königskinder“ nicht zueinander kommen lässt.

Rosie gibt ihre mutigen Zukunftspläne auf, ist ganz liebende, treu sorgende Mutter, jobbt als Putzfrau im Hotel, statt sich selbst – wie es mal ihr Ziel war – als Hotelfachfrau ausbilden zu lassen. Alex heiratet zum ersten Mal die Falsche und zum zweiten Mal die Falsche. Rosie heiratet ebenfalls – ebenfalls den Falschen. Auf Dauer eine ermüdende  Konfliktreihung,  bei der es allein der natürlichen und sensiblen Spielweise der Hauptdarstellerin Lily Collins und einigen recht netten Gags zu verdanken ist, dass die bemühte Konstruktion in Sachen verhinderte Liebe nicht vollends zur quälenden Schmonzette degeneriert.

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