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Fantasy Filmfest startet mit 'Eden Lake'

DORTMUND Es sollte das perfekte Wochenende werden. So hat es sich Steve zumindest ausgemalt, als er zusammen mit seiner Freundin Jenny von London in Richtung Eden Lake aufgebrochen ist. Doch als sie an dem idyllisch im Norden Englands gelegenen See ankommen, treffen die beiden dort auf eine Gruppe extrem aggressiver Jugendlicher, die ihren Kurzurlaub zu einem Trip in die Hölle machen.

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Die Kindergärtnerin Jenny will mit ihrem Freund ein entspanntes Wochenende am Eden Lake verbringen. Sie sieht in dieser Szene aber nicht gerade entspannt aus.

Das Fantasy Filmfest in Dortmund blickt auch in diesem Jahr intensiv nach Asien. Hier eine Szene aus dem Hongkong-Streifen "An Empress And The Warriors".

Wenn das 22. Fantasy Filmfest, das in diesem Jahr erstmals in Dortmund stattfindet, am Mittwochabend (20.8.) im Cinestar mit James Watkins' "Eden Lake" eröffnet wird, erhalten alle Genrefans schon einmal einen ersten, überaus nachhaltigen Eindruck davon, was sie in der nächsten Woche alles erwartet. Die Eröffnungsfilme des Festivals hatten meistens einen etwas höheren Splatter- und Gewaltfaktor. Doch in den letzten Jahren wurde das Blut immer mit einer gehörigen Portion Humor serviert. Den sucht man in Watkins' erschreckend realem Alptraumszenario nun vergeblich.

Wendung zum Düsteren und Schmerzlichen Bei Watkins erzeugt die extrem brutale Gewalt nichts als ein Gefühl von absoluter Hilflosigkeit. Sie konfrontiert den Betrachter mit einer Form von Terror, aus dem es kein Entkommen mehr gibt. Und genau das macht "Eden Lake" zum perfekten Eröffnungsfilm eines Festivals, das vor allem die zutiefst beängstigenden Aspekte unserer Zeit widerspiegelt. Natürlich präsentiert das Fantasy Filmfest auch dieses Jahr einige Spaß-Filme, etwa Bruce Campbells "My Name Is Bruce" oder Robert Kurtzmans irrwitzigen Mad Scientist/Zombie-Mix "The Rage". Aber sie sind die Ausnahmen. Nicht nur das europäische und das amerikanische Genrekino haben eine Wendung hin zum Düsteren und wahrhaft Schmerzlichen vollzogen.

Auch in Asien schlägt man härtere Töne an. Diesen Eindruck erweckt zumindest der wieder einmal hervorragend besetzte "Focus Asia" des Festivals. Dessen Herzstück sind mit "Three Kingdoms: Resurrection of the Dragon", "The Warlords" und dem wunderbar altmodischen "An Empress and the Warriors" gleich drei mitreißende historische Martial-Arts-Epen. Der eigentliche Höhepunkt ist jedoch der von Johnnie To und Wai Ka Fai gemeinsam inszenierte Polizeifilm "Mad Detective".

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