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Festival "Blicke" zeigt das Revier auf der Leinwand

Filmfestival Bochum

Filme und Regisseure mit Bezug zum Revier. Heiteres, Nachdenkliches, Dokus, Spielfilme, Essays, Animationen: Heute beginnt in Bochum das Filmfestival „Blicke“, das sich bis Samstag (22. 11.) zum 22. Mal als Seismograf einer Region betätigt.

BOCHUM

, 18.11.2014
Festival "Blicke" zeigt das Revier auf der Leinwand

Traum der roten Kammer im Dortmunder Ballett.

34 Filme werfen Blicke auf Menschen, Räume, Situationen. „Markasit“ von Nico Joana Weber (heute, 20 Uhr) ist ein Rundgang durch die Uni Bochum. Meditation über einen Ort für Forschung und Wissen. Nüchtern, doch mit Gespür für stille Poesie. Genau hingeschaut hat auch Irina Heckmann für „Das genialste System überhaupt“ (Fr, 17.30 Uhr), ihre Doku aus der Pathologie der Uniklinik Düsseldorf. Den Laien schaudert es, für Präparatoren ist der Umgang mit Toten Routine. Wir sehen die Körper und hoffen und beten, da möge mehr sein.

Haben Kühe und Schweine eine Seele? „Was ist eigentlich mit den Tieren?“, fragt Stefan Haberbosch in seinem Film (Do, 17.30 Uhr), der sich mit Viehzucht, Agrar-Industrie, Fleischkonsum beschäftigt. Bauern sprechen von „Nutzvieh“. Einer, der die Fleischerzeugung aufgab, sorgt sich heute um das Wohl der Tiere und verdammt sein früheres Tun. Ein Versuch über die Ethik der Tierhaltung. Seine Szenen vom Tod im Schlachthof lassen niemanden kalt.

Über den Körper die Seele sprechen zu lassen, ist wohl die vornehmste Aufgabe des Balletts. Piotr Gregorowicz porträtiert die Dortmunder Compagnie unter Xin Peng Wang, erhellt den Probenprozess, und wie die Beteiligten (vom Tänzer bis zur Kostümbildnerin) an Wangs Vision eines Klassikers der chinesischen Literatur arbeiten. Sein Film „Im Traum der roten Kammer“ (Sa, 15 Uhr) blättert Biografien auf, macht den Beitrag aller Gewerke transparent und zeigt das künstlerische Ringen hinter den Kulissen. Wie sagt der Ballettmanager: „Wir bauen nicht nur ein Team, wir schaffen einen lebendigen, atmenden Organismus.“ Am Freitag (21. 11., 19.30 Uhr) zeigt das Festival einen verschollen geglaubten Klassiker des Stummfilms, Urban Gads „Die rote Couch“ von 1913: Asta Nielsen auf dem Flugplatz Wanne-Herten. Dazu spielt „DASKwartet“ – Live-Musik von vier Streichern.

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