Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Festival der elektronischen Kunst präsentiert Unterwasser-Musik und virtuelle Realitäten

ISEA 2010

DUISBURG Vom beschaulichen Park zum Star des Abends: Helles Scheinwerferlicht macht die am Rhein gelegene Mühlenweide in Duisburg-Ruhrort zum Teil einer Lichtskulptur. Die Installation der Künstlerin Siegrun Appelt ist das wohl größte Projekt des International Symposium of Electronic Arts (ISEA).

von Von Ilka Bärwald

, 17.08.2010

Das zehntägige Festival der elektronischen Kunst findet im Rahmen von Ruhr.2010 in diesem Jahr erstmals in Deutschland statt. Die vom Dortmunder HardwareMedienkunstVerein HMKV organisierten Vorträge, Konzerte, Ausstellungen und Performances bespielen gleich drei Städte – Dortmund, Duisburg und Essen. Ob elektronische Musik oder Neue Medien, Video- oder Internetkunst, digital oder analog: Elektronische Kunst umfasst all das, was nur durch Technologie oder elektronische Medien zu realisieren ist.

Los geht es am Freitag (20.8.) auf PACT Zollverein mit Tanzperformances von Mette Ingvartsen und Xavier Le Roy. Im Werksschwimmbad der Kokerei wartet eine Unterwasser-Klang-Galerie auf Zuhörer. Nora Zuniga Shaw hat eine von William Forsythes Choreografien in Grafiken und Animationen umgewandelt – die Installation ist bei PACT zu sehen. Musikalische Experimente kann man vom 23. bis 27. August im Konzerthaus Dortmund erleben, unter anderem mit der isländischen Cellistin Hildur Guonadóttir und ihrem Halldorophon sowie dem Trance-Orgel-Meister Mudboy aus den USA.

Filmnostalgiker kommen in Duisburg bei Fassbinders Film „Welt am Draht“ auf ihre Kosten, eine fast prophetische Vorwegnahme einer virtuellen Realität lange vor „Matrix“ ( 28.). In der Maximilianskirche in Duisburg-Ruhrort präsentiert abends Charlemagne Palestine seine rituelle Orgelmusik. Ab 22 Uhr tauchen dann Appelts Scheinwerfer die Mühlenweide in surreales Licht.