Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Flimm lockte 205 000 Zuschauer

BOCHUM Über 52 000 Besucher, eine auf 87 Prozent gestiegene Auslastung: Jürgen Flimm war gestern ein bisschen müde, ein bisschen melancholisch und ziemlich stolz auf den Erfolg seines letzten offiziellen Triennale-Jahres.

von Von Bettina Jäger

, 12.10.2007
Flimm lockte 205 000 Zuschauer

Intendant Jürgen Flimm reibt sich nach sechs Wochen Triennale die Augen.

"Nach uns wird kommen: nichts Nennenswertes", sagte er - mit Brecht und mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich ist unklar, wer oder was nachkommt. Am 17. Oktober wird Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff dem Aufsichtsrat der Kultur Ruhr den nächsten Leiter der Triennale (ab 2009) vorschlagen. Frank Baumbauer hatte abgesagt. Das Programm für das Interims-Jahr 2008 sei fast fertig, so Flimm. Es beruhe zur Hälfe auf den Vorplanungen von Marie Zimmermann, die sich das Leben genommen hatte. Er sehe sie noch immer rauchend ins Zimmer kommen, seufzte Flimm.

Dauerrenner bei der Triennale

Immer ausverkauft waren in dieser Saison "Die Soldaten". Sogar Leute mit "Suche Karte"-Schildern standen vor den Türen. Die Inszenierung gastiert ab 5. Juli 2008 in New York. Ebenfalls Hits: "Unter Eis" und "Corpus delicti" von Juli Zeh. Nur noch Restkarten gibt's für Wolfgang Niedecken am Sonntag.

Sorgen macht Flimm die Sponsoren-Situation: Die RAG heißt jetzt Evonik und ist abgesprungen. Worauf der Intendant und sein Team dagegen stolz verweisen: In drei Jahren hatte die Triennale über 205 000 Zuschauer, hat 35 802 Minuten gespielt und 1312 Minuten Applaus geerntet. Glückwunsch!

Lesen Sie jetzt