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Prinz Regent Theater Bochum

Flüchtlinge zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Der neue Reichtum, das neue Grubengold des Ruhrgebiets sind seine Menschen. Ihre Kreativität. Und ihre Energie. Deshalb hat das Prinz Regent Theater in Bochum sein Theaterprojekt mit Flüchtlingen "Grubengold" genannt. Und es ist tatsächlich eine erstaunliche Energie, die sich von den jungen Menschen auf der Bühne auf die begeisterten Zuschauer überträgt.

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Die Grenze wird im Stück zum Horror.

Das Ensemble von "Grubengold" auf der Bühne in Bochum

Am Ende tragen die Darsteller, die überwiegend aus geflüchteten Menschen aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum bestehen, ihren Regisseur Holger Wagner auf Händen durch den Bühnenraum.

Ankommen in der Fremde

Der Theaterpädagoge hat mit dem Projekt, das über dieses erste Stück hinaus bestehen bleiben soll, etwas ungemein Wichtiges geschafft: Seine Teilnehmer sind ein Stück mehr angekommen in diesem ihnen fremden Land, in dieser Stadt.

Eigentlich wollte der Regisseur seine Darsteller nicht auf "Flüchtling-Sein" reduzieren. Doch sie brachten das Thema ganz von selbst als beherrschendes mit in die Proben. So zeigen sie in einer locker verknüpften Szenen-Collage Bilder aus ihrer jüngsten Vergangenheit: Die bewusst überzeichnete Ankunft im vermeintlichen Paradies Deutschland, in der sie ins Publikum stürmten, um Selfies mit Angela Merkel zu machen.

Zwischen Faszination und Verzweiflung

Die jungen Menschen zeigen ihre Faszination für die deutsche Vorstellung von "Ordnung", ihre Verzweiflung an der schwierigen Sprache und ihre Angst, an der Grenze den Fingerabdruck abzugeben. Ohne, dass sie ausgesprochen würde, spürt man die Frage: Wer wird nun wie über mich und mein Leben verfügen?

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