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Frank Schätzing bot wenig Spannendes

Show zu "Breaking News"

Auf Anhieb sprang Frank Schätzings neues Buch "Breaking News" im Frühjahr auf Platz 1 der Bestseller-Listen. Jetzt ist der 57-Jährige mit einer multimedialen Lesung auf Tour. Am Mittwoch (26. November) war er damit zu Gast im Konzerthaus Dortmund, enttäuschte aber einen Teil des Publikums, von dem einige zwischendurch gingen. Und nicht wegen der technischen Panne mit einem kaputten Mikro zu Beginn.

DORTMUND

, 27.11.2014
Frank Schätzing bot wenig Spannendes

Frank Schätzing stand vor einem schwarzen Vorhang und nur sein Gesicht wurde angeleuchtet.

Multimedia geht anders als zwei Mal 20 Minuten Lesung mit Hörspiel-Sequenzen zu verbinden und zwischendurch die israelische Sängerin Ofrin auftreten zu lassen. Bei einer solchen Show erwartet man auch Bilder und etwas mehr Lesung als das Erzählen von Anekdoten.

Schätzing stand im (Halb-) Dunkel vor einem schwarzen Vorhang, nur sein Gesicht wurde angeleuchtet von dem E-Book, aus dem er las: von den Abenteuern des Kriegsreporters Tom Hagen in Afghanistan und später davon, wie der Reporter in Israel in ein Verschwörungsnetz verstrickt wird. Das Buch ist spannend, die Show war es nicht; die hatte in den pausenlosen 100 Minuten Längen. Im einstündigen Mittelteil erzählte Schätzing von seiner Recherchereise für das Buch im Frühjahr 2012 nach Israel und ins Westjordanland, bot einen kleinen Reiseführer durch Jerusalem und erzählte Witze, die den Humor von Israelis und Palästinensern gegenüberstellte. All das war ganz humorvoll, nur nicht durchweg spannend und gar nicht multimedial.

Er habe überlegt, ob er angesichts der aktuellen Ereignisse in Israel seine Show verändern solle, sich aber dagegen entschieden, erzählte der Bestseller-Autor: „Ich will Optimismus verbreiten. Die Menschen brauchen Hoffnung, denn viele von ihnen sind nicht verfeindet.“