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Ganz passabel: Animationsfilm "The Clone Wars"

Das Gesetz der Serie? Der Hunger der Fans? Die Geldgier des George Lucas? Welcher Grund auch immer: Der „Star Wars“-Erfinder legt nach und erweitert die Produktpalette um einen Trickfilm. „The Clone Wars“ ist der „Pilot“ für eine TV-Serie gleichen Namens.

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Szene aus dem Animationsfilms "The Clone Wars" mit Obi-Wan Kenobi.

Anakin Skywalker

Zeitlich ist die Handlung zwischen den Kino-Episoden 2 („Angriff der Klonkrieger“) und 3 („Die Rache der Sith“) angesiedelt. Das aber nur für „Star Wars“-Buchhalter. Wann genau mal wieder um die Galaxis gefochten wird, ist eigentlich egal. Anakin Skywalker ist jedenfalls (noch) einer der Guten. Auf der dunklen Seite tummelt sich der bleiche Kapuzen-Mufti samt Schergen. Count Dooku ist dabei, eine Amazone mit Doppelschwert und Legionen von Droiden. Die stapfen in antiker Phalanx übers Schlachtfeld. Sie fiepen ein metallisches „Roger-roger-roger!“ und sorgen als Robo-Hanswürste für die Lacher. Bei erfreulich wenig Liebesgetändel und Moral-Meditation (mit Trickfiguren ohnehin befremdlich) dominieren Action und Dauerfeuer. So gibt es viel zu gucken, wenn im Getümmel Kampfmaschinen diversen Designs zum Einsatz kommen.

Was im avancierten Rechnertrick zum Standard zählt: Die imaginierte „Kamera“ ist mittendrin, statt nur dabei. Gerne auf Augenhöhe mit Anakin und seiner Jedi-Azubiene, die sich ihre Sporen erst verdienen muss. Der Sohn der fetten Larve Jabba the Hutt wurde entführt, und die Jedis müssen ihn raushauen. Der Plot ist so simpel wie überschaubar. Handwerklich gibt es nichts zu meckern. Motorik und Bewegungen laufen rund und flüssig, nahezu fotorealistisch. Gesichter aber bleiben flächig und erinnern an Comics. Eine Stilisierung, die technisch gesehen altmodisch ist. Die aber nicht in die Falle tappt, der Filme wie „Final Fantasy“ erlegen sind: Mimik und Gesichtszüge waren animiert, wollten hyper-echt sein und wirkten doppelt seelenlos. – Dann eben im Comic-Stil. Für Fans ein Muss, für andere verzichtbar. Passabler Anbau an das „Star Wars“-Mutterschiff, Regie: Dave Filoni.

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