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Geschichte auf vier Rädern

Opel-Museum Herne

Ein gelb-schwarzes Schild an der Riemker Straße weist auf das kleine Opel-Museum Herne hin. Vor 23 Jahren von Hilmar Born gegründet, wird es mittlerweile von einem Verein organisiert - und Born ist der erste Vorsitzende.

HERNE

von Von Britta Helmbold

, 20.08.2013
Geschichte auf vier Rädern

Vom stilisierten Zeppelin zum Blitz hat sich das Opel-Logo im Laufe der Jahrzehnte gewandelt.

Direkt an der Autobahn 43 liegt das 2500 Quadratmeter große Gelände des Privatmuseums mit Werkstatt-Charakter. Auf dem Hof stehen zwei LKW-Oldtimer von 1956 und 1975 neben noch relativ jungen Opel-Fahrzeugen.Mindestalter 20 Jahre "Man muss rechtzeitig mit dem Sammeln anfangen", weiß Maschinenbau-Ingenieur Born, der nach Modellen sucht, die mindestens 20 Jahre alt, aber dennoch im guten Zustand sind und wenig Kilometer auf dem Tacho haben.

In der Ausstellungshalle können sich Besucher die Schätzchen des Vereins auf 450 Quadratmetern ansehen. Präsentiert wird nur eine kleine Auswahl, denn dem Verein gehören an die 50 Oldtimer, die größtenteils aus der Nachkriegszeit stammen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Opel-Museum Herne

Das Opel-Museum Herne stellt in seiner Ausstellungshalle immer wieder neue Oldtimer vor. Und auch bei der Restauration der alten Opel-Fahrzeuge können die Besucher zusehen.
05.08.2013
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Der blaue LKW stammt auf dem Jahr 1956, der rote von 1971.© Foto: Helmbold
Museumsgründer Hilmar Borns Liebliengstück: ein grüner Admiral 75, daneben ein Rekord P2 65.© Foto: Helmbold
Blick in die Ausstellungshalle des Mini-Museums.© Foto: Helmbold
Hilmar Born in enem Diplomat A 65.© Foto: Helmbold
Blick aufs Amaturenbrett im Diplomat A 65.© Foto: Helmbold
Ein kleines Schild an der Riemker Straße weist auf das Privatmuseum hin.© Foto: Helmbold
Das Opel-Museum wurde von einer Interessengemeinschaft vor 23 Jahren gegründet und wird heute von einem Verein organisiert.© Foto: Helmbold
Sammelobjekte für Opelfans: Seife und Teller.© Foto: Helmbold
Motorhaubenzeppelin und Feuerzeug mit Opel-Logo.© Foto: Helmbold
Ein Aufnäher vom Opel-Werksorchster.© Foto: Helmbold
Der Commodore GS ziert diese Streichholzschachtel.© Foto: Helmbold
Stilisiertes Zeppelin-Logo von Opel.© Foto: Helmbold
Alte Emaille-Schlder zieren die Wände der Ausstellungshalle.© Foto: Helmbold
Das älteste Schild in der Sammlung stammt aus den 1930er-Jahren und warb für einen Opel-Zulieferer.© Foto: Helmbold
Hiermit wurde für Fahrräder aus dem Hause Opel geworben.© Foto: Helmbold
Die Ausstellungshalle auch von außen mit Opel-Schildern verziert.© Foto: Helmbold
Das Opel-Logo ziert die Außenwand des Privatmuseums in Herne.© Foto: Helmbold
Junge Oldtimer auf dem Außengelände des Museums.© Foto: Helmbold
Die "Stretch-Limo", ein Opel Kapitän von 1961, wurde einst für die niederländische Regierung produziert. Bis Ende des Jahres 2013 soll die Restaurierung abgeschlossen sein.© Foto: Helmbold
Opel Kapitän 61: Der Innenraum muss noch restauriert werden.© Foto: Helmbold
Das Amaturenbrett vom Rekord P2 61.© Foto: Helmbold
Heck eines Rekord P2 61.© Foto: Helmbold
Kein Opel, sondern ein Hanomag-Trecker aus dem Jahr 1944,© Foto: Helmbold
Zugedeckt mit einer Decke ist Borns Lieblingsstück: ein grüner Opel Admiral 75, der erst 16 000 Kilometer weg hat. "Alles original", erzählt Born, der Wagen sei zwar fahrbereit, aber sein "Heiligtum" will er nicht bewegen, da nehme er Standschäden in Kauf. Ein Bäckermeister aus Krefeld habe sich den Wagen gegönnt, als er in Rente ging, sei dann damit 13 Jahre lang sonntags zur Kirche und einmal im Monat zur Schwester ins Nachbardorf gefahren.

Stretch-Limo von 1961 Gleich daneben steht ein Rekord P2 von 1961, dessen Tacho nur 2900 Kilometer ausweist, und auch die Innenausstattung wirkt wie neu. Nicht nur auf Hochglanz polierte Fahrzeuge bekommen die Besucher zu sehen, sondern auch Wagen, die noch auf ihre Restaurierung warten - wie ein Opel Kapitän `54 und eine Art Stretch-Limo, ebenfalls ein Kapitän, aber von 1961.Von letzterem seien nur sieben Stück für die niederländische Regierung gebaut worden, drei existierten noch - und einer davon wird jetzt in Herne restauriert. Die Kühlerfigur in stilisierter Zeppelinform für den Kapitän ´54 liegt in einer Vitrine im Clubraum. Der Motorhaubenzeppelin erinnere an den Opel Olympia, der in den 1930er-Jahren mit einem Zeppelin nach Südafrika gebracht worden sei, erzählt Born. Aus das Opel-Zeichen habe sich vom Zeppelin zum Blitz gewandelt, es sei für jedes neue Modell leicht abgewandelt worden.Sammel-Objekte In der Vitrine finden sich weitere Fan-Artikel: Seifen, Teller, Streichholzschachteln und Feuerzeuge, auf denen ein Opel-Modell oder der Schriftzug des Autobauers prangt. Auch in der Halle zieren die Wände alte Opel-Emaille-Schilder. Das älteste Exemplar aus den 1930er-Jahren stammt zwar nicht von Opel, aber von einem Zulieferer. Auch das Schild, mit dem für Opel-Fahrräder geworben wurde, ist in der Halle zu sehen.Die Fahrräder, Kinderwagen und Nähmaschinen, die Opel einst produzierte, werden natürlich auch von dem zwölf Mitglieder zählenden Verein gesammelt, sind aber derzeit nicht ausgestellt. "Wir wechseln häufig, damit die Leute wiederkommen", erzählt Born, der berichtet, dass einige Hundert Menschen pro Jahr das Mini-Museum besuchen. Der Eintritt ist kostenfrei, aber über eine Spende freut sich der Verein.

Zum Donnerstags-Stammtisch im Clubraum können auch Nicht-Mitglieder kommen, die die Oldtimer-Leidenschaft teilen, genauso wie zum Oldie-Treffen, dass der Verein zwei Mal pro Jahr organisiert. Das nächste findet am 28. September statt - und dann geht´s um bewegte Geschichte.

Opel-Museum Herne e.V., Riemker Straße 22, geöffnet täglich 10-20 Uhr nach Anmeldung unter Tel. (0172) 2 76 68 43, Eintritt frei.