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Goerdens Abschied "ohne alles"

Schauspiel Bochum

BOCHUM Am Ende eines langen und kurzweiligen Theaterwochenendes steht der scheidende Bochumer Schauspiel-Intendant selbst auf der Bühne. Elmar Goerden probt den Abgang und soll den "Ich weiß, es war nicht immer leicht mit mir, aber viele haben trotzdem zu mir gehalten"-Blick aufsetzen.

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, 27.06.2010
Goerdens Abschied "ohne alles"

<p>Hand in Hand gingen Elmar Goerden und Marco Massafra von der Bühne.

Mit Marco Massafra, einem der großen jungen Talente, die Goerden nach Bochum holte, juxt er sich durch Justine del Cortes Kurzstück "Am Ende - Ohne Alles". Und steht am Ende doch nicht ohne alles da: Das Publikum spendet Applaus im Stehen. Für eine fünfjährige Intendanz, die zwar viel Kritik aushalten musste, aber auch immer wieder zu erstaunlichen Höhepunkten fand. Ein sicherer war immer das Autorenfestival "Ohne Alles", das nach dem Kulissenlagerbrand 2006 aus der Not geboren wurde: Eine leere Bühne, höchstens drei Schauspieler, höchstens 20 Minuten Text.Sketch und Tragödie Ein Star wie Burkhart Klaußner brauchte dafür tatsächlich nichts. Im großen Haus blieb sogar der Vorhang zu, als er Jan Neumanns "Knolls Katzen" gab. Im Zuschauerraum, mit Handy telefonierend. Ein Sketch in Loriot-Tradition, der die Zuschauer Tränen lachen ließ. Regisseur Michael Lippold benötige eine Videoprojektion und ein Spielfeld zum Schlammcatchen, um aus Rebekka Kricheldorfs schwierigem Text "Wir haben drn Menschheit nichts berechnet" eine gelungene Inszenierung zu machen.27 Uraufführungen an zwei Tagen 27 Uraufführungen gab es und eine Menge zu entdecken. Lutz Hübner lieferte ein Ein-Mann-Sozialdrama, das Sebastian Kuschmann in Eigenregie lakonisch auf die Kammerbühne brachte. Nachwuchsautorin Darja Stocker betrachtet in die "Die neue Freiheit" die menschliche Tragödie aus einer erfrischend anderen Perspektive. Eine große Entdeckung war der einzige nicht extra für das Festival geschrieben Text: "Ute" vom schreibenden Schauspielhaus-Nachtpförtners Wolfgang Welt.

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