Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Goethes Marionetten

DORTMUND Diesen Zugriff auf den alten Goethe darf man getrost extrem nennen. Sybille Fabian macht am Dortmunder Schauspiel aus "Torquato Tasso" ein starres Ballett mit Akteuren, die sich so mechanisch bewegen, als wären sie Figuren auf einer Spieldose.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 25.11.2007
Goethes Marionetten

Jakob Schneider als Torquato Tasso mit Dichterlorbeer, Juliane Gruner (r.) und Anne Gehring geben die beiden Leonoren.

Ihre Schritte sind abgezirkelt, die Laufwege gradwinklig, als verliefen sie auf Schienen. Fehlte nur noch das schnurrende Geräusch des Antriebs. Die Körperhaltung sieht nach Korsett oder Zwangsjacke aus: Tasso (Jakob Schneider) hält die Arme an der Hosennaht, Habacht-Stellung wie beim Militär. Antonio (Andreas Vögler) hat die Hände hinterm Rücken verschränkt. Beim Sprechen haben die Darsteller das Kinn hoch gereckt, der Blick geht an die Decke oder himmelwärts in höhere Gefilde.

Schön, dass Sie sich für diesen Artikel interessieren.
Er ist Teil von RN+, dem neuen exklusiven Angebot der Ruhr Nachrichten.

Registrieren Sie sich einfach kostenlos und unverbindlich,
schon können Sie weiterlesen.
Mit Google
Mit Amazon
Oder registrieren Sie sich mit Ihrer E-Mail:

Mit Ihrer Registrierung erklären Sie sich mit unseren AGBs und unserer Datenschutzerklärung einverstanden