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Graf Alexander Stenbock-Fermor: „Meine Erlebnisse als Bergarbeiter im Ruhrgebiet“

Buchkritik

„Mein einziges Bestreben beim Niederschreiben dieser Erinnerungen ist, rücksichtslos wahr zu sein.“

Von November 1922 bis Dezember 1923 arbeitete ein baltischer Graf als „Schlepper“ auf der Zeche Gewerkschaft Friedrich Thyssen in Hamborn; zur Zeit der „Ruhrbesetzung“ durch französische und belgische Truppen, mit galoppierender Inflation, Streiks, und Aufruhr.

„Sein Bericht liest sich streckenweise wie ein Abenteuer-Buch, als Aufzeichnung einer Entdeckungsreise in eine unbekannte Welt“, schreibt Dirk Hallenberger in seinem Nachwort.

Nichts für Bergbau-Nostalgiker

Graf Stenbock-Fermor erlebt das Ruhrgebiet als bedrückende Landschaft, über und unter Tage. „Menschen, die in bitterster Not ihr alltägliches Brot verdienen, stellen ihr ganzes Denken, Fühlen, Wollen in den Kampf um das nackte Leben, ihre Augen weilen am schwarzen Boden, sie sehen den Himmel mit der Sonne und den Sternen nicht!“

Dieses ist kein Buch für Bergbau-Nostalgiker, sondern für all die, die mit den neugierigen Augen eines „Gast-Arbeiters“ auf das Leben unserer Altvorderen blicken möchten, mit denen sich der Graf übrigens, nach anfänglichem gegenseitigem Misstrauen, wunderbar verstanden hat.

„So atemlos, wie sich der erste Arbeitstag des ‚Freiwilligen Stenbock‘ hinter der Kohlenschaufel gestaltet, so atemlos legt man dieses Buch nach der Lektüre beiseite.“

Graf Alexander Stenbock-Fermor: Meine Erlebnisse als Bergarbeiter im Ruhrgebiet, 176 S., Henselowsky Boschmann, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942094-76-4.
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