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Sommerkonzert der Landesregierung

Große Hits und eine Uraufführung

GELSENKIRCHEN Allein das Wetter wollte nicht mitspielen. Ansonsten hätte sich der Maestro kaum einen besseren Abschied wünschen können. Zum letzten Mal stand Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster Freitagabend am Pult der Neuen Philharmonie Westfalen und leitete das Sommerkonzert der Landesregierung auf der Kanalbühne im Gelsenkirchener Nordsternpark.

Große Hits und eine Uraufführung

Sopranistin Simone Kermes und Dirigent Heiko Mathias Förster beim Sommerkonzert des Landesregierung.

Seit 25 Jahren gibt es die Sommerkonzerte, seit zwei Jahren sind sie öffentlich bei freiem Eintritt. In Gelsenkirchen hatte man sich für einen Besucheransturm gerüstet: Über die 6000 Plätze im Amphitheater am Rhein-Herne-Kanal hinaus hätte auch das gegenüberliegende Ufer noch beschallt werden können. Doch bei ergiebigem Regen bis kurz vor Konzertbeginn und kühlen 13 Grad bestand das Publikum im Wesentlichen aus den rund 1100 Sturmhelfern, die Ministerpräsidentin Hannelore Kraft vor dem Konzert für ihr Engagement geehrt hatte.Buntes Programm

Auf dem Programm standen überwiegend große Hits aus Klassik, Oper und Musical. So begeisterte die Koloratursopranistin Simone Kermes mit Donizettis berühmter Arie "O luce di quest´anima". Heldentenor Thomas Mohr steuerte eine der berühmtesten Tenorarien überhaupt bei: "Nessun dorma" aus Turandot. Alban Gerhardt spielte den langsamen Satz aus Camille Saint-Saëns´ Cellokonzert und die junge Klarinettistin Merve Kazokoglu, eigentlich eine Spezialistin für die Musik von Karlheinz Stockhausen, glänzte mit Mozarts Klarinettenkonzert.

Trojahn-Werk Allein die zentrale Uraufführung des Abends, "The Piper at the Gates of Dawn" geschrieben vom Düsseldorfer Kompositionsprofessor Manfred Trojahn, fiel in Stil und Aufführungsdauer deutlich aus dem Rahmen. In großer Besetzung vertonte Trojahn den "Wind in den Weiden" nach einem Kinderbuch von Kenneth Grahame mit deutlichen Anleihen an die klassische Moderne.

Ives´ "Unanswered Question" und Strawinskys "Frühlingsopfer" mischen sich bei Trojahn mit Einflüssen der Minimal Music. Insgesamt eine sehr gemäßigt moderne Tonsprache.

 

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