Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Große Mimen, tolle Bühnen bei der RuhrTriennale

BOCHUM 45 000 Karten hat die RuhrTriennale in diesem Jahr zu bieten. Mehr als zwei Drittel sind schon verkauft. Kein Wunder bei so spektakulären Gästen wie dem Regisseur Christoph Schlingensief oder dem Schauspieler Gert Voss.

/

Regisseur Johan Simons in der "Vergessenen Straße". Foto Jäger

Regisseur Johan Simons mit einem der Bewohner der "Vergessenen Straße".

  "Das wird keine Übergangsspielzeit, sondern ein veritables künstlerisches Statement", sagte Chefdramaturg Thomas Wördehoff gestern über das Festival, das am kommenden Wochenende beginnt. Eigentlich hatte es von Marie Zimmermann geleitet werden sollen. Sie nahm sich jedoch im Frühjahr 2007 das Leben. Ihre Ideen sind in das Programm unter dem Motto "Aus der Fremde" eingeflossen. Wördehoff: "Wir wissen schon gar nicht mehr - war das jetzt von Marie oder sind wir das gewesen?"

Blues-Röhre Bettye LaVette und der legendäre Musiker Mose Allison geben sich am Freitag (22.8.) ab 20 Uhr in der Bochumer Jahrhunderthalle die Ehre. Spektakulär ist das Bühnenbild der ersten Uraufführung am Samstag (23.8.), ebenfalls in Bochum. Regisseur Johan Simons hat die "Vergessene Straße" nach einer Romanvorlage von Louis Paul Boon Wirklichkeit werden lassen - mit einer über 45 Meter langen Straße der Sperrholzhäuser. Durch eine Panne von der Welt abgeschnitten, gründen die Bewohner eine eigene Gesellschaft. Was schief geht. "Eine rührende Geschichte" wolle er erzählen, so Simons.

Kirche wird nachgebaut

Just am Montag angekommen ist Regisseur Schlingensief, dessen "Kirche der Angst" am 21. September Premiere in Duisburg hat. "Es geht ihm blendend", versicherte Wördehoff, denn zuletzt war von einer Krebserkrankung Schlingensiefs zu lesen gewesen. Die Krankheit habe den Regisseur zu der Frage geführt "Mein Gott, warum habe ich Dich verlassen?" Wördehoff: "Dadurch, dass er total auf sich zurückgeworfen war, erlebt er die eigene Persönlichkeit neu." In der Gebläsehalle des Landschaftsparks Duisburg-Nord lässt Schlingensief das Gotteshaus seiner Kindheit nachbauen - die Herz-Jesu-Kirche Oberhausen.

Gert Voss spielt Lear

Höhepunkte dürften auch der Auftritt von Gert Voss als King Lear (29./30.8., ausverkauft) und die Installation "Westwärts" von Schorsch Kamerun in Gladbeck mit Sandra Hüller (ab 21.9.) werden. Spannend außerdem, was Sue Buckmaster für Kinder ab acht Jahren in der Salzfabrik Zollverein inszeniert (ab 31.8.). Inmitten von 24 Tonnen Salz lernen die Mädchen und Jungen, wie aus schwarzem das weiße Gold wird und wie wir alle uns im Leben verändern.

Karten: Tel. (0700) 20 02 34 56 oder bei Vorverkaufsstellen mit NRW-Ticket bzw. Ticket Online.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Buchkritik

Alice Feeney: „Manchmal lüge ich“

Es ist eine schreckliche Situation für Amber Reynolds in Alice Feeneys spannendem Psychothriller „Manchmal lüge ich“. Die Radiomoderatorin liegt im Koma, hatte einen Unfall, an den sie sich nicht wirklich erinnern kann. mehr...

Zeche 1 Bochum

Renegade ist wieder heimatlos

Bochum Nur rund zwei Jahre gab es das Zentrum für urbane Kunst in der Zeche 1. Jetzt ist Schluss und Leiter Zekai Fenerci richtet Vorwürfe an Stadt und Schauspielhaus.mehr...

Zeche Zollverein Essen

Alle wollen wohnen – und zwar bezahlbar

Essen Zeche Zollverein zeigt bis 4. März die Ausstellung „Alle wollen wohnen. Gerecht. Sozial. Bezahlbar“. Sie überzeugt durch Aktualität und überrascht mit ihrem Aufbau.mehr...