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Theater Hagen

Große Stimmen auf einer kleinen Bühne

Hagen Das Theater Hagen bringt Verdis „Aida“ konzertant zur Aufführung.

Große Stimmen auf einer kleinen Bühne

Andiswa Makana (l.) als Aida und Julia Faylenbogen als Amneris Foto: Lefebvre

Wer eine kleine Bühne hat, braucht großen Einfallsreichtum, wenn er große Oper darauf spielen will. Das Theater Hagen hat solchen schon oft und erfolgreich bewiesen. Doch ein Monumentalstück wie Verdis „Aida“ ist noch einmal eine Kategorie für sich.

Riesige Freiluftevents haben mittlerweile Maßstäbe gesetzt. Was dabei meist untergeht, ist die intime, kammermusikalische und im Grunde wichtigere Facette des Stücks. Die kommt in Hagen nun vorzüglich zur Geltung – und dank großer, verstärkter Chorbesetzung auch die Klanggewalt der Massenszenen.

Kraftvoll und klangschön

Eine Inszenierung allerdings wäre eindeutig an die Grenze des Machbaren gestoßen. So ist die Hagener „Aida“ nun konzertant zu erleben.

Für die tragenden Partien hat sich Hagens erster Kapellmeister Rodrigo Tomillo stimmgewaltige Gäste engagiert. Allen voran die Südafrikanerin Andiswa Makana in der Titelrolle, die als echte Entdeckung gesehen werden muss.

Sopranistin Makana

Makana hat ein junges, schlankes Timbre mit feiner lyrischer Differenziertheit und einem enormen Potenzial an Kraft, das man zunächst gar nicht vermutet. Die Sopranistin kommt dabei mit einem leichten, subtilen Vibrato aus und steigt damit absolut sicher und klangschön in die anspruchsvollen Spitzentöne auf.

Mit Mario Zhang, der den Radames mit unglaublicher Durchschlagskraft singt, kann sie absolut mithalten. Zhang ist ein nicht mehr ganz so jugendlicher Heldentenor mit strahlendem Timbre und enorm großer Stimme, der aber auch über den nötigen Schmelz des glühenden Liebhabers verfügt.

Rachsüchtige Königstochter

Mezzosopranistin Julia Faylenbogen gibt Amneris, die Nebenbuhlerin Aidas. Sie hat durchaus die Kraft, sich gegen ein lautes Orchester und den großen Chor zu behaupten. Einzig im Terzett mit Makana und Zhang stößt sie an ihre Grenzen. Die Rolle der jungen, eitlen Königstochter, die zunehmend eifersüchtig und rachsüchtig wird, gestaltet sie hervorragend aus.

Das Premierenpublikum reagierte überaus begeistert.

Termine: 9./18./28.3., 15.4., 5.7.; Karten: Tel. (02331) 2073218.

www.theaterhagen.de

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