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Grünes Licht für das Bochumer Musikzentrum

Rat stimmt zu

Es wird gebaut. Bochum bekommt sein Konzerthaus, das Musikzentrum heißt und mehr sein soll als nur eine Spielstätte für die Bochumer Symphoniker. Knapp 33 Millionen Euro stehen für das Projekt zur Verfügung. Am Donnerstag stimmte der Rat der Stadt Bochum dem Bau des Musikzentrums zu.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 05.07.2012

Nach hitziger Debatte entschied der Stadtrat: Alles im grünen Bereich. Die Planungen seien in Ordnung und würden den finanziellen Rahmen nicht sprengen. Noch am Tag vor der Sitzung hatte sich Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz in Düsseldorf persönlich die Förderbescheid des Landes abgeholt.Finanzierung 16,5 Millionen Euro überweist das Land aus EU- und Städtebaumitteln. 12,3 Millionen Euro werden von der Stiftung Bochumer Symphonie über Spenden zur Verfügung gestellt, Stadtwerke und Sparkasse steuern zwei Millionen hinzu. 2,4 Millionen Euro muss Bochum aus dem eigenen Haushalt beisteuern. Generalmusikdirektor Steven Sloane zeigte sich nach der Entscheidung erleichtert. Seit Jahren kämpft er für den Bau einer Spielstätte für die Symphoniker. „Die Freude könnte nicht größer sein“, so Sloane. „Das ist endlich mal eine Entscheidung mit einem Punkt am Ende und nicht mit einem Komma.“Ein Haus für Bochum Britta Freis, die Geschäftsführerin der Stiftung, verspricht: „Wir werden ein Haus für Bochum im Kostenrahmen bauen. Ein Haus, das auch die Kritiker überzeugt.“ Eine Bürgerinitiative, die das Projekt für zu kostspielig hält, will gegen den Ratsbeschluss nun ein Bürgerbegehren initiieren. Nach Auffassung der Stadtverwaltung gibt es dafür aber keine rechtliche Grundlage. „Davor habe ich keine Angst“, sagt Sloane. „Wie ich das verstehe, ist diese Entscheidung endgültig.“ Nach 13 Jahren politischer Debatten hat sich Bochum für ein Musikzentrum entschieden.  

Drei Spielstätten wird das Musikzentrum haben. Der große Konzertsaal neben der Kirche bietet Platz für 901 Menschen, die beiden Funktionssäle, die vorrangig von der Musikschule genutzt werden sollen, fassen 90 und 250 Personen und können miteinander verbunden werden. Auch im Foyer, das in die Marienkirche aus dem Jahr 1872 integriert ist, sollen Veranstaltungen stattfinden.

Mit dem Bau wird frühestens im Sommer des nächsten Jahres begonnen werden können. Bis dahin sind weiter Planungen nötig. Der Zeitplan sieht vor, dass das Musikzentrum bis Ende April 2015 für die Übergabe fertig sein soll.