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Red-Dot-Museum Essen

Gyrokopter schwebt im alten Kesselhaus

ESSEN 200 Kilo wiegt das neueste Prunkstück des Red-Dot-Design-Museums. Es hängt in luftiger Höhe - in ureigener Umgebung. Ein Tragschrauber ist es, der in stundenlanger Arbeit seinen Weg an die Decke des ehemaligen Kesselhauses der Essener Zeche Zollverein fand.

Gyrokopter schwebt im alten Kesselhaus

In stundenlanger Arbeit kam der Tragschrauber an die Museumsdecke.

Gegen 10.30 Uhr kommt der 200 Kilogramm schwere Gyrokopter "Cavalon" beim Museum an, völlig in schwarze Folie gekleidet mit abmontiertem Rotor. Dann ein Problem. Der Lastenaufzug ist zwar groß genug, aber die Tür ist zu niedrig. Schnell setzen sich zwei Personen in das frisch ausgezeichnete Designstück, damit es tiefer liegt und in den Aufzug kommt. Im Kesselhaus angekommen muss noch der Rotor montiert werden.

Tragschrauber im Red-Dot-Design-Museum

Der Tragschrauber "Cavalon" ist im Museum angekommen. Jetzt muss er nur noch an die Decke.
Damit das schmucke Stück transportiert werden konnte, mussten die Rotorblätter abmontiert werden.
"Cavalon" heißt der Tragschrauber, von dem bislang etwa 50 Stück produziert worden sind.
Angetrieben wird der Tragschrauber normalerweise über den Heckrotor.
Dir Rotormontage beginnt.
Stück für Stück wird der "Cavalon" wieder zusammen gesetzt.
Auch wenn er nicht mehr fliegen soll, muss am "Cavalon" alles gut montiert sein.
Die spektakuläre Aktion hatte einige Zuschauer.
Ulrich Seeger vom Hersteller "Auto Gyro" war für die Montage des Tragschraubers zuständig.
Ulrich Seeger vom Hersteller "Auto Gyro" war für die Montage des Tragschraubers zuständig.
8,4 Meter ist der Rotor lang.
So schlicht das Design von auißen ist, im Cockpit mussten natürlich alle wichtigen Instrumente Platz finden.
Im Cavalon können zwei Personen nebeneinander sitzen.
Bevor der Tragschrauber an die Decke ging, hat Red-Dot-Pressesprecher Achim Zolke probeweise Platz genommen.
Damit der Tragschrauber auch richtig glänzt, wird noch einmal schnell alles poliert.
Kurz vorm abheben wurden noch die Scheinwerfer mit Strom versorgt.
Industriekletterer Rainer Porsch zieht die Winde an die Decke des Museums. Die soll später den Tragschrauber anheben.
So leer ist es unter der Motorhaube normalerweise nicht. Im Modell für das Design-Museum fehlt das meiste.
Weil soviel fehlt, wiegt der Tragschrauber nur 200 statt 20 Kilogramm.
Esist soweit, der Rotor wird montiert.
An diesem Stahlseil wird der Cavalon später hängen.
Kabel und Seile werden fixiert, um den Schrauber endlich hochzuziehen.
Die hinteren Räder heben langsam ab.
Ein Druck auf die Fernbsteuerung und der Tragschrauber wird nach oben gezogen.
Es geht höher und höher.
Fast ist der Tragschrauber an seiner endgültigen Position angekommen.
An dünnen Stahlseilen hängt das Fluggerät.
Für Besucher ist das prämierte Design- und Flugobjekt zum Greifen nah.
Der Tragschrauber schwebt direkt neben dem Laufsteg.
Fast wirkt es, als würde der Autogyro durch das Museum fliegen.
Der Gyrokopter hängt endlich und sieht auch von unten schick aus.
Dafür ist Ulrich Seeger vom Tragschrauber-Hersteller "Auto Gyro" zuständig. Während Seeger schraubt, erklärt sein Kollege Max Volk, dass der Tragschrauber bestimmt nicht ins Museum hätte fliegen können. "Der ist extra für das Museum gebaut worden und hat keine Steuerung." Auch unter der Motorhaube sieht es ziemlich leer aus. Das spart Gewicht - 50 Kilogramm. So bekommt man das Fluggerät leichter an die Decke.Außerdem: "Unsere Produktion ist derzeit so stark ausgelastet, dass wir es uns nicht erlauben können, einen flugfähigen Tragschrauber in einem Museum zu zeigen", sagt Volk, der das schmucke Stück mit seinem Chef Otmar Birkner entworfen hat. Knapp 50 wurden bislang produziert, meist für Privatleute. Ab 80 000 Euro bekommt man den Tragschrauber, der nicht mit einem Hubschrauber zu verwechseln ist. Tragschrauber werden mit einem Heckpropeller angetrieben und können nicht in der Luft stehen. Außer im Museum.Ungewisse Zukunft Drei Industriekletterer hieven eine Winde an die Museumsdecke, befestigen den Schrauber, und Stück für Stück geht es langsam in die Luft. Dort bleibt der "Cavalon" für ein Jahr. "Was dann mit ihm passiert, wissen wir noch nicht", so Volk. Bis dahin hat das Design-Museum einen weiteren neuen Hingucker. Der Tragschrauber ist nicht der einzige. Die Schau wird derzeit umgestaltet. Etwa 500 der 1700 Exponate werden ausgetauscht gegen neu ausgezeichnete Design-Objekte.

 

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