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Hände weg von unserer Zeit!

OBERHAUSEN "Zeit, keine Zeit, Zinsenzeit,...", skandieren im rhythmischen Sprechchor die Grauen Herren aus Michael Endes "Momo", das im Theater Oberhausen Premiere hatte.

Hände weg von unserer Zeit!

Sorgen dafür, dass die Menschen wieder Zeit füreinander haben: Momo (Diana Marie Müller) und Meister Hora (Mohammad-Ali Behboudi).

Die Schildkröte Kassiopeia aber setzt dem ihr sonores, lang gedehntes "Hallooo?" entgegen: "Langsam muss man sein!"

Thomas Goritzki hat  "Momo" im Theater Oberhausen als "Weihnachtsmärchen" herausgebracht. Auf effektvoll genutzter Drehbühne (Ella Späte): bunt, temporeich, aber auch mit besinnlichen Momenten.

Kassiopeia sorgt für Lacher

Das Mädchen Momo (sympathisch-pfiffig: Diana Marie Müller) versöhnt Streitende, hat tolle Spielideen - und vermag sich auch gegen die fünf fiesen Grauen Herren zu behaupten, die den Menschen die Zeit stehlen, so dass das Leben zunehmend fad und grau erscheint. Mit ihr im Bunde sind Kassiopeia (im grünen Schuppenkostüm, mit ihrer Langsamkeit die Lacher stets auf ihrer Seite: Linda Riebau) und Meister Hora, der Herr über die Zeit (Mohammad-Ali Behboudi).

Atmosphärisch bis jazzig

  Zusätzliche Glanzlichter setzen der fast zweistündigen Produktion die Nebendarsteller auf, darunter Anna Polke als rappende Straßenfegerin Beppi sowie in Einzelszenen Marisa Sophia Rigas als staksige Puppe Bibigirl und Igor Schwab als kleinkarierter Polizist. Die meditativ-atmosphärische bis jazzige Musik von Otto Beatus liegt bei André Enthöfer (Sax, Klarinette) und Oliver Siegel (Synthesizer) in besten Händen.

"Momo" in Oberhausen, da kommen Kinder ab sechs Jahren voll auf ihre Kosten - und Eltern können bedenkenlos zustimmen.

 Karten: Tel. (0208) 85 78-184.  

  

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