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Bochumer Kammerspiele

"Hase Hase" ist turbulent und lustig

BOCHUM Der Feuerschutzvorhang in den Bochumer Kammerspielen hebt sich zum Getöse von Strauss' "Also sprach Zarathustra" und macht den Blick frei auf eine leere Guckkastenbühne. Je mehr Mitglieder der Familie Hase an der Gesellschaft scheitern, desto mehr Chaos herrscht allerdings auch dort.

"Hase Hase" ist turbulent und lustig

Damir Avdic als Hase Hase.

Regisseurin Barbara Hauck hat das Stück "Hase Hase" wiederentdeckt. Coline Serreau hat es 1986 kurz nach ihrem Drehbuch zu "Drei Männer und ein Baby" geschrieben - beides wurde ein großer Erfolg.Wenn man das Stück heute sieht, scheint es, als hätte sich die Welt in 25 Jahren kaum weiter gedreht. Vater Hase verliert seine Stelle, obwohl die Gewerkschaft gekämpft hat. Die älteren Söhne gehen in ihrer Auflehnung soweit, dass sie zu Terroristen werden.Ungemütliche Zeiten Der Jüngste, Hase Hase, der in Wirklichkeit ein Außerirdischer ist, fliegt vom Gymnasium. Weil es in der Gesellschaft da draußen kalt und hart zugeht, suchen alle die Wärme der Familie - unter der Tischdecke der vermeintlich starken Mama.Als auch deren Töchter nach gescheiterten Beziehungen heimkehren und noch eine einsame Nachbarin dazu stößt, gerät das fragile Sozialsystem an seine Grenzen.Überdrehte Befreiungsaktion Auch die Inszenierung gerät an ihre Grenzen, wenn das Geschehen aus dem Ruder läuft und in eine überdrehte Befreiungsaktion mündet. Bis kurz vor Schluss macht der Abend jedoch großen Spaß und überzeugt durch gut getimte Gags und präzise Körperarbeit der Schauspieler - allen voran Damir Avdic als quirligem Hase Hase.

Termine: 26./31.10., 10./16./ 17.11.; Karten: Tel. (0234) 33 33 55 55.

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