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Buchkritik

Heinrich Steinfest: „Die Büglerin“

Heinrich Steinfest erzählt vom überraschenden Leben der „Büglerin“.

Heinrich Steinfest: „Die Büglerin“

Egal, von wem sie handeln – Heinrich Steinfests Bücher zeichnen sich alle durch eines aus, die Liebe zu Menschen und ihren großen und kleinen Schwächen. So ist es auch beim neuesten Roman, der den schlichten Titel „Die Büglerin“ trägt.

Davon sollte man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn die „Heldin“ Tonia Schreiber ist zwar als Büglerin tätig, doch ihre Geschichte hält so viele Facetten, so viel Tragik und Überraschungen bereit, dass es einem fast schwindelig werden kann.

Plötzlich Millionär

Das fängt schon vor der Geburt der Meeresbiologin an. Als ihr Vater durch eine zufällige Rettungstat plötzlich Millionär und dadurch Villen- und Segeljacht-Besitzer wird. Ihre Eltern reisen auf dem Schiff um die Welt und Tonia wird auf schwankenden Planken geboren. So ungewöhnlich wie die Geburt ist das ganze Leben dieser Frau.

Steinfest als Frauenversteher zu bezeichnen, greift nicht weit genug. Aber seine Fantasie kennt keine Grenzen, und er versteht es, spannend und unterhaltsam zu erzählen. Wer Geschichten liebt, der muss „Die Büglerin“ einfach lesen. Für mich der bislang beste Steinfest. Aber er schreibt ja noch weiter.

Heinrich Steinfest: Die Büglerin, 288 S., Piper, 22 Euro, ISBN 978-3-492-05663-2.

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