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Im Kino

„Hell Or High Water“: Letzte Cowboys im Wilden Westen

DORTMUND Der Wilde Westen ist auf den Hund gekommen. Schnurgerade verläuft die Straße entlang der staubigen Halbwüste. In verschnarchten Käffern stehen traurige Bruchbuden neben Autofriedhöfen und Werbetafeln, die Hilfe bei Überschuldung annoncieren. Jeff Bridges und Gil Birmingham spielen in "Hell Or High Water"

„Hell Or High Water“: Letzte Cowboys im Wilden Westen

Jeff Bridges (l.) als Marcus und Gil Birmingham als Alberto.

"No Country For Old Men" möchte man mit den Coen-Brüdern sagen. Kein Land für alte Männer wie Sheriff Marcus (Jeff Bridges). Als Texas-Ranger wirkt er wie ein Gruß von gestern mit Cowboyhut, Stern an der Brust, Schnäuzer und breitem Südstaatenakzent, der in der Originalversion von "Hell Or High Water" zu hören ist.

 David Mackenzies Film ist ein atmosphärischer Spätwestern. Aus einem Landstrich, der im Halbschlaf vor sich hin vegetiert und den Zug in die Moderne verpennt hat.

Bankraub aus Rache

Texas ist ein Biotop für arme Schlucker und Rednecks, die wissen, dass ihr Waggon irgendwann abgehängt wurde und seitdem auf totem Gleis steht. Nick Cave und Warren Ellis fangen die Stimmung mit wehmütigem Folk- und Countrysound kongenial ein.

Zu den Verlierern zählen zwei Brüder, die auf der Ranch ihrer Mutter hausen. Chris Pine spielt den Toby, Ben Foster seinen Bruder Tanner, der im Knast saß. Ihre Farm droht an die Bank zu fallen, weil sie die Raten nicht zahlen können. Also überfallen sie Filialen der Bank, bei der sie in der Kreide stehen - ihre Rache an den Hypotheken-Fuzzies der Welt.

Aus der Zeit gefallenene Robin Hoods

Als "elektrische Reiter" im Pickup sind die Jungs Wiedergänger der James-Gang, letzte Cowboys, aus der Zeit gefallenene Robin Hoods. Sheriff Marcus und sein Partner Alberto (Gil Birmingham) wollen die Brüder zur Strecke bringen.

Neben Krimi und Räuberpistole ist "Hell Or High Water" auch eine Sozialstudie, ein Besuch bei den Frustfressern von Trump-Country. Sehenswert.

 

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