Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Buchkritik

Hera Lind: „Der Prinz aus dem Paradies“

Rosemarie ist 48 Jahre alt, als sie in Sri Lanka den 22 Jahre jüngeren Kellner Kasun kennenlernt. Er möchte sie heiraten, sie will helfen und dem jungen Mann in Deutschland ein besseres Leben ermöglichen.

Hera Lind: „Der Prinz aus dem Paradies“

Rosemarie ist eine Psychologin, die Entspannungskurse leitet, aber in ihrem Leben ist nach dem Urlaub nichts mehr entspannt. Diese Liebe kostet Rose, wie Kasun seine deutsche Gönnerin nennt, ein Vermögen und fast die Existenz.

Hera Lind erzählt in ihrem neuen Tatsachenroman „Der Prinz aus dem Paradies“ Rosemaries Geschichte – wie gewohnt humorvoll. Und mehrfach möchte man beim Lesen wie immer in diesen Romanen aufstöhnen „warum merkt diese Frau nicht, dass sie ausgenutzt wird?“ Wenn Kasun beleidigt, patzig und trotzig wird, wenn er wieder verschwindet nach Sri Lanka, wenn er Roses Geld seiner Familie schenkt oder wenn eine andere Geliebte von Kasun auftaucht. Allerdings ist auch Rosemaries Hang zur Bevormundung des jungen Mannes fragwürdig.

Nach dem Tsunami 2004, der auch Sri Lanka verwüstet hat, bekommt die Geschichte eine neue Wendung. Das Ende ist märchenhaft, fast zu schön, um wahr zu sein für Kasun, aber ohne Happy End für Rosemarie und ihren Prinzen.

Hera Lind: Der Prinz aus dem Paradies, 448 S., Diana, 9,99 Euro, ISBN 978-3-4533-5927-7.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Filmfestival in Berlin

Berlinale-Film zeigt Hochstapler unter sich

Berlin Mit einem bezaubernden Supermarkt-Märchen aus der ostdeutschen Provinz geht der Wettbewerb der Berlinale zu Ende. Am Schluss gab es ein paar Humor-Höhepunkte. Aber wer bekommt den Bären?mehr...

„Romeo und Julia“ in Gelsenkirchen

Familienfehde gibt der Liebe keine Chance

Gelsenkirchen Bridget Breiner hat „Romeo und Julia“ in Gelsenkirchen toll choreografiert. Weiße Tücher ziehen sich wie ein roter Faden durch das Stück.mehr...

„Tanz der Vampire“ in Köln

Blutsauger verführt mit Pomp und Pathos

Köln Das Musical „Tanz der Vampire“ stellt im Musical Dome Köln die lustvolle Seite der Beißerei heraus. Die Ausstattung und die Tanzszenen sind wunderbar, aber die Musik ist manchmal einfach zu bombastisch.mehr...

Buchkritik

Alice Feeney: „Manchmal lüge ich“

Es ist eine schreckliche Situation für Amber Reynolds in Alice Feeneys spannendem Psychothriller „Manchmal lüge ich“. Die Radiomoderatorin liegt im Koma, hatte einen Unfall, an den sie sich nicht wirklich erinnern kann. mehr...