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Herne möchte zur Industriekultur gehören

Flottmann-Hallen

Die Flottmann-Hallen könnten in Zukunft ein Ankerpunkt der Route der Industriekultur werden. Ob das klappt, entscheidet eine Expertenrunde.

Herne

, 01.03.2018
Herne möchte zur Industriekultur gehören

Der Rat der Stadt Herne entschied sich im Sommer 1985, die Flottmann-Hallen als Kulturort zu nutzen. Foto: Ruhr Nachrichten © Jäger/Ruhr Nachrichten

Die Stadt Herne zeigt Interesse daran, dass die Flottmann-Hallen zum Ankerpunkt der Route der Industriekultur werden. Damit wäre die unter Denkmalschutz stehende Halle der 26. Ankerpunkt der Route der Industriekultur und Herne wäre erstmals mit den Flottmann-Hallen vertreten. „Die Initiative kam aus dem Büro des Oberbürgermeisters und nicht von den Flottmann-Hallen selbst“, sagte ein Pressesprecher der Stadt Herne auf Anfrage.

„Saubere Kriterien“ braucht die Jury

Der Regionalverband Ruhr (RVR) prüft nun, ob die Flottmann-Hallen in die Reihe der Ankerpunkte aufgenommen werden können, zu denen beispielsweise die Kokerei Hansa in Dortmund und die Jahrhunderthalle in Bochum zählen. Seit der Eröffnung der Route im Jahr 1999 gibt es das System der 25 Ankerpunkte.

Bisher gibt es keine Zu- oder Absage für die Flottmann-Hallen. Diese konkrete Anfrage aus Herne ist nun der aktuelle Anlass des RVR, um die Kriterien zu überarbeiten, die Sehenswürdigkeiten erfüllen müssen, damit sie in die Liste der Ankerpunkt der Route der Industriekultur aufgenommen werden können.

„Wir brauchen saubere Kriterien, um unsere Entscheidung, ob ein Objekt als Ankerpunkt aufgenommen wird oder nicht, begründen zu können“, sagte Karola Geiß-Netthöfel, Regionaldirektorin des RVR, am Donnerstag während des Sport- und Kultur-Ausschusses in Essen.

Die Ankerpunkte müssen eine Geschichte erzählen

Die Ankerpunktkriterien lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Das Objekt muss in einem „regionalen und industriell-kulturlandschaftlichen Kontext stehen“ und die „standortbezogenen Qualitätsanforderungen“ erfüllen.

Die Ankerpunkte müssen also die industrielle Kulturlandschaft des Ruhrgebiets prägen, eine Geschichte erzählen oder Phasen der industriellen Entwicklung des Ruhrgebiets repräsentieren.

Eine Expertenrunde erarbeitete die Kriterienpunkte. Zu ihnen zählen unter anderem Dirk Zache, Leiter der LWL-Industriemuseen, sowie Hans-Werner Wehling von der Universität Duisburg-Essen, emeritierter Professor für Geografie.

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