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Hintergrund zum Gasometer

„Höchste Ausstellungshalle Europas“

Oberhausen Der stillgelegte Oberhausener Gasometer, ein riesiger Stahlzylinder neben Autobahn und Rhein-Herne-Kanal, steht für das Ruhrgebiet wie Zeche Zollverein und Schalke 04. Einst war er Deutschlands größter Gasspeicher, jetzt hat er sich zu einem spektakulären Ausstellungsort mit einem rund 100 Meter hohen Innenraum gewandelt. Die Betreibergesellschaft bewirbt ihn als „höchste Ausstellungshalle Europas“.

Der 117,5 Meter hohe Stahlgigant wurde 1929 in Dienst gestellt. Damals breitete sich in Oberhausens jetziger „Neuer Mitte“ ein gewaltiges Industriegebiet aus. Der Speicher nahm überschüssiges Hochofen-Gas auf, das bei der Produktion der Gutehoffnungs-Eisenhütten entstand, um es später an die Oberhausener Kokereien und die Walzwerke weiterzuleiten - ein lukrativer Energieaustausch. Wie stabil die Konstruktion war, zeigte der Zweite Weltkrieg: Trotz mehrerer Bombentreffer funktionierte der Gasometer bis Anfang 1945. Erst nach dem Krieg geriet er bei Reparaturarbeiten in Brand und musste auf dem alten Fundament neu aufgebaut werden. Als die Stahlkrise der 70er und 80er Jahre reihenweise für Schließungen von Hochöfen und Kokereien sorgte, verlor der Gasometer seine Aufgabe. Er wurde am 14. März 1988 stillgelegt. Fast vom ersten Tag an brach die Diskussion über die künftige Nutzung los. „Viele Oberhausener wollten damals die Kohle- und Stahlvergangenheit endgültig loswerden und den Gasometer abreißen“, sagt die Geschäftsführerin der heutigen Betreibergesellschaft, Jeanette Schmitz. Es gab daneben die wildesten Nutzungsvorschläge vom Hochregal-Lager, einer automatischen Parkgarage bis hin zur Indoor- Bungee-Sprunganlage, die allesamt keine Chance hatten. 1994 wurden die Abrisspläne endgültig begraben und der Gasometer als Ausstellungs- und Veranstaltungsort wiedereröffnet. 

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