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Hühner und andere fotografische Höhepunkte

"bild.sprachen" in Gelsenkirchen

Huhn ist nicht gleich Huhn. Die Tiere haben nicht nur ganz unterschiedliche Frisuren, sondern auch eine Persönlichkeit. Wer das nicht glaubt, der sollte sich die Fotos der Duisburger Künstlerin Susan Feind anschauen.

GELSENKIRCHEN

, 28.11.2014

Ihre Hühner-Porträts sind ein leidenschaftlicher Appell gegen die Massentierhaltung. Und sie bilden einen Höhepunkt der Foto-Messe „bild.sprachen“, die am Samstag (29. November) im Wissenschaftspark Gelsenkirchen stattfindet. Für alle, die nicht dabei sein können, sind die Aufnahmen noch bis Februar dort zu sehen.

Zum fünften Mal seit 2008 veranstaltet der Fotograf Peter Liedtke die „bild.sprachen“, die in diesem Jahr unter dem Motto „Surprise me“ (Überrasche mich) stehen. Verblüffend ist vor allem, wie groß dieses Treffen inzwischen geworden ist. Über 100 Aussteller breiten sich in der schönen Glasarkade auf 3000 Quadratmetern aus. „Aber man muss einen langen Atem haben“, sagt Veranstalter Liedtke, der auch das „Pixelprojekt Ruhrgebiet“ erfunden hat. Für wen ist der Besuch der „Bild-Sprachen“ empfehlenswert? Amateur- und Profifotografen können hier Kontakte knüpfen. Aber auch Fans spektakulärer Bilderserien kommen auf ihre Kosten. Allein die Serie „Wacken Open Hair“ von David Klammer – sie zeigt die Headbanger mit fliegenden Haaren – lohnen den Besuch. Frank Schultze machte warmherzige Fotos von Holocaust-Überlebenden, die sich in einem Frankfurter Café treffen. Auf den besten Fotografen wartet der „bild.sprachen-Award“, über den 100 Kulturschaffende während der Messe anstimmen und der am Samstag (29. November) um 17 Uhr verliehen wird.

  • Der Dortmunder „Projektraum Fotografie“ stellte sich an einem eigenen Stand vor. Interessant: Donja Nasseri, deren Familie aus Afghanistan stammt, hat alte Fotos eingefroren und abgelichtet. Und Eisenhart Keimeyer bindet vor Ort sein Fotobuch über polnische Arbeiter in einer trostlosen Heimat auf Zeit.
  • Claudia Wiens hat in Dortmund studiert und lebt in Istanbul – ihre so engagierten wie toll farbigen Aufnahmen machte sie in Libyen, Ägypten und Tunesien.
  • Das Pixelprojekt Ruhrgebiet bekommt einen Ableger: Im Saarland und drumherum bauen Thomas Roessler und André Mailänder gerade „Pixxelcult“ auf.
  • Ausgesprochen extravagante Teppiche, T-Shirts, Lampen und Schmuck bieten die „ruhrdesigner“ an.

Messe „bild.sprachen: Wissenschaftspark Gelsenkirchen, Samstag (29. November) 12-18 Uhr, Munscheidstr. 14, Eintritt fünf Euro. Ausstellung „Projektzeit“ ebendort bis 21.2.2015, Mo-Fr 6-19 Uhr, Sa 7.30-17 Uhr.

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