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Ian McKeever komponiert mit Licht und Schatten

Museum Quadrat Bottrop

Vor zwei Jahren brachte der Brite Ian McKeever zum ersten Mal bei einer Ausstellung in London gemalte Bilder und Fotografien zusammen. Nun präsentiert das Quadrat Bottrop die Ausstellung "Hartgrove", die ebenfalls beides vereint.

BOTTROP

von Von Sebastian Ritscher

, 01.06.2012

"Fotografie und Malerei sind für mich zueinander komplementär", erklärt der McKeever, der in Deutschland weitgehend unbekannt, in England aber anerkannt ist. Während er für seine abstrakten Gemälde mehrere Jahre benötigt, sind Fotos in Sekunden gemacht. Auch sind sie konkreter in dem, was sie abbilden. Dabei sind McKeevers Schwarz-Weiß-Fotos meist so kontraststark, dass sie Informationen verlieren. All seine Bilder sind in seinem Zuhause in Hartgrove entstanden. Einigen sieht man den häuslichen Ursprung noch an, anderen nicht.Während auf einigen Fotos noch Tassen, Stühle oder Kleidungsstücke erkennbar sind, lösen sich bei anderen Bildern die Gegenstände in geometrische Formen auf. McKeever geht es weniger um die konkrete Abbildung bestimmter Dinge, ihm geht es um Formen und Lichter, die er gekonnt komponiert. Im Gegensatz zu den Fotos haben die Acryl-Bilder des Briten gar nichts Gegenständliches. "Er hat einen Grenzbereich zwischen innerer und äußerer Wirklichkeit ausgelotet", sagt Museumsleiter Heinz Liesbrock. Dabei beziehe sich seine Malerei nur indirekt auf die Natur.Verborgen hinterm Schleier Tatsächlich weisen McKeevers Bilder fließende Elemente auf oder es scheinen Schleier über ihnen zu liegen, die etwas Tieferes zu verbergen scheinen. Besonders deutlich wird das auf "Door Painting No. 14". Es wirkt, als würde Licht versuchen, sich durch einen schwarzen Vorhang einen Weg zu bahnen. Wo auf dem einen Bild das Licht verborgen scheint, lauert auf dem anderen Düsternis hinter dem hellen Schleier. Wie bei den Fotos arbeitet der Brite mit Kontrasten, spielt mit Licht und der Phantasie der Besucher.

Quadrat Bottrop: "Ian McKeever: Hartgrove - Malerei und Fotografie", Im Stadtgarten 20, 3.6. bis 2.9., Di-Sa 11-17 Uhr, So 11-17 Uhr.