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Buchtipp der Redaktion

Ilka Bärwald: Ein verhängnisvoller Brief

DORTMUND Passend zur Frankfurter Buchmesse - auf der auch in diesem Jahr wieder unzählige Lesebegeisterte erwartet werden - haben sich unsere Redakteure ihre Lieblingsbücher vorgenommen, um sie Ihnen vorzustellen. Onlineredakteurin Ilka Bärwald legt Ihnen "Licht" ans Herz.

Ilka Bärwald: Ein verhängnisvoller Brief

Die Buchtipps aus unserer Redaktion.

Es beginnt mit einem Brief. Gil findet ihn zwischen Laub auf der Terrasse. Geschrieben hat ihn Dole, die eigentlich Julia heißt, seine Geliebte. Gil stellt erschrocken fest, dass die leidenschaftlichen Worte nicht ihm gelten, sondern einem anderen Mann. In die ungetrübte, leidenschaftliche Beziehung der beiden Journalisten schleichen sich Zweifel. „Liebe, Hoffnung, Vertrauen, das waren Worte, mit denen wir spielten, sofern wir sie überhaupt für uns in Anspruch nahmen. Wir waren uns einig ohne Wörter und was die Liebe war, wussten wir selber. Aber ich habe den Wert der Wörter erfahren, seit die gemeinsame Sache in Gefahr ist“, bilanziert Gil, der Ich-Erzähler.

Anstatt Dole zur Rede zu stellen, erinnert er sich an lichtdurchflutete Tage, Momente des Glücks. „Eine Party ohne Julia war nicht viel wert.“ Rotweinsommer, verrauchte Kneipen, ihr Gesicht, nass vom Regen – lebendig beschwört Christoph Meckel in seiner Erzählung „Licht“ eine Welt zwischen Traum und Wirklichkeit, poetisch-zart und doch voll mit wuchtigem Gefühl. 36 Jahre hat das dünne Büchlein schon auf dem Buckel. Der leichten, lyrischen Sprache merkt man es nicht an.

Doch so schön die Liebe in der Erinnerung ist: Der Betrug entfremdet auch Gil und Dole. „Nichts mehr ist wirklich und wie es von uns gelebt wurde in den Jahren, aber wir tun immer noch dasselbe“ –  wie Gespenster. Am Ende wird es die Geschichte eines Abschieds – fast beiläufig, kühl erzählt. Fazit: Eine Liebesgeschichte mit vielen klugen Sätzen, die man immer wieder lesen kann.

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