Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Immer muss man mit Stellwerksbränden, Streiks und Tagebrüchen rechnen

Sarah Meyer-Dietrich

Diese fremden Gesichter in der Bahn. Welches Schicksal haben sie? Worauf warten, worauf hoffen sie?

Immer muss man mit Stellwerksbränden, Streiks und Tagebrüchen rechnen

Die Protagonistin in Sarah Meyer-Dietrichs erstem Buch malt sich dies aus, spielt mit den Identitäten. "Immer muss man mit Stellwerksbränden, Streiks und Tagebrüchen rechnen", der Titel ist betont sperrig. Der Inhalt umso poetischer.

Reise beginnt in Castrop-Rauxel

Nur raus aus dieser Stadt: Schnell in die S-Bahn. Die Reise der Ich-Erzählerin beginnt in Castrop-Rauxel und führt sie quer durchs Ruhrgebiet. Will sie weg von diesem Ort? Oder raus aus ihrem Leben? Es beginnt ein Wechselspiel von Charakteren und Perspektiven. Die Ich-Erzählerstimme bleibt, doch die Figur dahinter scheint zu wechseln.

Die einzelnen Geschichten reihen sich aneinander wie die Städte im Ruhrgebiet. Mal ineinanderfließend, mal mit Brüchen. Jede für sich alleine und doch gibt es Zusammenhänge.

Im Buch sind es Namen, Identitäten, vor allem Sprachbilder. Poetisch ist das, hineinziehend, manchmal auch etwas zu gewollt. Ein Roadtrip, vor allem aber eine Auseinandersetzung mit Identität, mit feinen, klugen Beobachtungen zu den unsichtbaren Fäden in Familien und Liebesbeziehungen.

Sarah Meyer-Dietrich: Immer muss man mit Stellwerksbränden, Streiks und Tagebrüchen rechnen, 160 S., Henselowsky u. Boschmann, 9,90 Euro, ISBN 978-3-942094-65-8.

Schlagworte: