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Neu im Kino

In „Molly’s Game“ zieht eine Intelligenzbestie die Strippen

Dortmund Jessica Chastain spielt die Frau, die zwischen den Männern am Pokertisch bestehen kann. Allerdings geht sie den Kinozuschauern am Schluss ziemlich auf die Nerven.

In „Molly’s Game“ zieht eine Intelligenzbestie die Strippen

Douglas (Chris O’Dowd) ist ein spielender Kunde, dabei aber auch verliebt in Molly (Jessica Chastain). Foto: STXfilms

Dass Aaron Sorkin ein kluger Kopf ist, hat er mit Drehbüchern zur TV-Serie „The West Wing“ und Filmen wie „Steve Jobs“ und „The Social Network“ bewiesen. Dass Jessica Chastain den Charakter einer Frau von Intelligenz hinreißend auf die Leinwand bringt, zeigte sie in „Die Erfindung der Wahrheit“. Nun spielt Chastain die Hauptrolle in Sorkins Regiedebüt „Molly’s Game“ (Skript: Sorkin), und Sorkin lässt Molly so brillant aussehen wie möglich.


Große Lebensbeichte


Ein Film nach Tatsachen, nach dem Buch der echten Molly Bloom, der in Amerika der Prozess gemacht wurde, nachdem sie Poker-Turniere in L.A. und New York veranstaltete. Stars und Promis verkehrten bei ihr, auch die russische Mafia, was das FBI auf den Plan rief, das wegen illegalen Glücksspiels ermittelte.

Angelegt ist der Film als große Lebensbeichte aus Mollys Mund. Sie beginnt mit ihrer Karriere als Ski-Läuferin, die bei Olympia stürzt und die Niederlage so wenig verschmerzt wie ihr fordernder Papa (Kevin Costner). Ein Jammer, dass das talentierte Mädel in einem Club kellnern muss. Wo Molly schlau genug ist, Gästen teure Getränke aus dem Kreuz zu leiern. Ihr Händchen für Wohlfühl-Atmosphäre fällt auf: Ein Typ mit Kontakten engagiert die schöne Molly als Mädchen für alles bei seinen Poker-Runden für Hollywoods Reiche.

Den Chef ausgebootet


Molly lernt alles übers Pokern, über Psychologie, Spielertypen und das Geschäftsmodell ihres Chefs - dann bootet sie ihn aus. Jetzt veranstaltet sie die Turniere für große Egos und dicke Brieftaschen.

„Molly’s Game“ bringt uns die höhere Mathematik des Pokern nahe, porträtiert eine Alpha-Wölfin unter Rüden, hat prickelndes Thrillerflair, wenn die Russen vorsprechen. Neben der köstlich schnippischen Jessica Chastain muss selbst ein Idris Elba aufpassen, nicht an die Wand gespielt zu werden.

Er ist als Mollys Anwalt zu sehen, wenn die Gaunerballade in einen Gerichtsfilm kippt. Das hat Pfiff und Pepp. Störend nur, dass Molly ständig im Off analysieren und kommentieren muss, bis einem ihre – also Sorkins – Klugscheißerei auf den Wecker geht.

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