Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige

Klavier-Festival Ruhr

"Jamerikaner" Monty Alexander machte Konzert zum Medley

ESSEN Die Gesundheit hatte ihm vor zwei Jahren einen Strich durch die Rechnung gemacht. Monty Alexander durfte nach einer Operation nicht ins Flugzeug steigen und musste seinen Auftritt beim Klavierfestival Ruhr absagen. Nun, genau drei Wochen nach seinem 70. Geburtstag und gut sechs Jahre nach seinem Festival-Debüt, kehrte die Jazz-Piano-Legende aus Jamaika ins Ruhrgebiet zurück.

"Jamerikaner" Monty Alexander machte Konzert zum Medley

Das Monty-Alexander-Trio spielte beiom Klavier-Festival Ruhr in der Philharmonie Essen.

Und er erlebte einen ausgesprochen herzlichen Empfang in der Essener Philharmonie.

"Es geht um Rhythmus, Melodie, Harmonie und gute Laune", sagt Alexander, der sich selbst als "Jamerikaner" bezeichnet - halb Jamaikaner, halb Amerikaner. In der Tat vermochte er einst als einziger profilierter Jazzpianist, überzeugend Reggae- und Calypsoelemente mit dem Swing zu fusionieren.Langjährige Weggefährten Nicht zufällig besteht seine Band aus einem klassischen Klaviertrio mit Kontrabass und Drumset sowie einem Perkussionisten. Bobby Thomas ist dieser überaus wichtige Mitspieler. Seit 35 Jahren steht er mit Alexander auf der Bühne, Bassist Hassan Shakur in etwa genauso lange. Nur der junge Drummer Carmen Intorre ist frisch in der Formation.

Alexander lässt die Band dicht in seinem Rücken spielen, gewährt allen ausgiebige Soli, bei denen er gern vom Flügel aufsteht, Blickkontakt herstellt und im Stehen noch ein paar Einwürfe einstreut.

Spontane Einfälle

Es ist eine musikalisch beeindruckend souveräne und unglaublich locker-verspielte Veranstaltung, bei der alle ihre Scherze treiben und spontane Einfälle beisteuern.

Eigentlich ist fast alles an diesem Abend ein Medley - teils geplant wie bei Duke Ellingtons "Things ain´t what they used to be" und Milt Jacksons "S.K.J." oder auch sehr spontan, wenn Alexander immer mal wieder den "Banana Boat Song" in ein Solo einstreut.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Klavier-Festival Ruhr

Denis Matsuev klopfte den Steinway weich wie Butter

BOCHUM Stücke, die direkt dem musikalischen Herzen Amerikas entstammen, spielten die Bochumer Symphoniker beim ersten Auftritt im Programm des Klavier-Festivals Ruhr, den sie im eigenen Musikforum bestritten. Star des Abends war ausgerechnet ein russischer Pianist: Denis Matsuev, der sonst für seine Rachmaninov-Einspielungen gefeiert wird, fühlt sich auch im amerikanischen Jazz Zuhause, sieht Größen wie Oscar Peterson als Vorbilder.mehr...

Serie Gartenkunst - Folge 6

Der Chinesische Garten ist der authentischste seiner Art

BOCHUM Ein Garten der Dichter und Gelehrten ist der Chinesische Garten im Botanischen Garten an der Bochumer Ruhr-Universität. Als Geschenk der Partner-Universität kam er 1990 ins Ruhrgebiet, wurde von einem chinesischen Architekten entworfen. Er heißt „Qian Yuan“, der versteckte Garten. Und er ist ein ganz besonderer.mehr...

Klavier-Festival Ruhr

Jazz-Entertainer Gonzales im glamourösen Morgenmantel

ESSEN Chilly Gonzales hat sich rargemacht. Gerade einmal vier Konzerte hat er im vergangenen Jahr gegeben. Es sei ein "Sabbatical" gewesen, um Ruhe zum Komponieren zu haben, sagt der 45-Jährige. Vier der für ihn typischen schlicht-schönen Miniaturstücke, die in dieser Zeit entstanden sind, präsentiert der kanadische Musiker seinem Publikum beim Klavier-Festival Ruhr, Donnerstagabend in der Philharmonie Essen, als Welturaufführung.mehr...

Finnland in Findorff

"Jazzahead!": Fachmesse und Festival mit Besucherrekord

Bremen Findorff heißt der Stadtteil, in dem sich das Messegelände in Bremen befindet. Dort fand am letzten April-Wochenende die 12. Ausgabe der "Jazzahead!" statt. Musikalisches Partnerland zum weltweit größten Branchentreffen der Jazzszene war in diesem Jahr Finnland – und so bauten die findigen Ehrengäste ausgerechnet in Findorff ein finnisches Dorf auf dem Messe-Parkplatz auf: Bar, Grill und Sauna inklusive.mehr...

Im Kino

„Born to be Blue“ zeigt den melancholischen Chat Baker

Sie nannten ihn "King Of Cool", den "James Dean des Jazz", der samtweich sein Instrument blies und vor Miles Davis zum besten Jazztrompeter gewählt wurde. Das war in den 50ern, als Chet Baker blendend aussah und spielte wie ein junger Gott. Der Film "Born to be Blue" ist eine ungewöhnliche Hommage.mehr...

Musiker-Porträt „Django“

Berlinale-Eröffnungsfilm zeigt Konflikt eines Musikers

BERLIN Der Künstler und sein Gewissen: Die 67. Berlinale eröffnete am Donnerstag mit dem Drama "Django" über die Flucht des legendären Jazz-Gitarristen Django Reinhardt vor den Nazis.mehr...