Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Jude, Lucy und rauhe Beatles Töne

Jude, Lucy und rauhe Beatles Töne

Die verliebten Lucy (Evan Rachel Wood) und Jude (Jim Sturgess) küssen sich unter Wasser und genießen die 60er Jahre in vollen Zügen.

Eigentlich sollte jeder Film ein Abenteuer und ein Wagnis sein. Schließlich gehört es dazu, dass ein Künstler Risiken eingeht. Aber auf Nummer sicher zu gehen war für Julie Taymor, die am Broadway Disneys "König der Löwen" als Musical auf die Bühne gebracht hat, keine Option. Ihre Filme sind ein persönliches Statement und ein Wagnis.

Berühmte Songs

Nun ist sie mit ihrem Beatles-Musical "Across the Universe" noch ein paar Schritte weitergegangen. Ihre Namen, Jude und Lucy, verdanken Taymors von Jim Sturgess und Evan Rachel Wood voller Hingabe verkörperten Liebenden, zwei der berühmtesten Beatles-Songs: "Hey Jude" und "Lucy in the Sky with Diamonds".

Leidenschaftliche Beziehung

Auf der Suche nach seinem Vater kommt der englische Werftarbeiter Jude nach Amerika und lernt den Studenten Max (Joe Anderson) kennen. Gemeinsam ziehen sie in eine WG im Greenwich Village und schon bald folgt ihnen Max' Schwester Lucy. Jude und Lucy stürzen sich in eine leidenschaftliche Beziehung, die aber an den politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der späten 60er Jahre zu zerbrechen droht.

Mehr als 30 Beatles-Songs, die in der Interpretation von Taymors Ensemble meist rauer als die Originale klingen, hat die Filmemacherin ausgesucht. Die grandiosen Musical-Sequenzen, in denen Taymor und Choreograph Daniel Ezralow alte Beatles-Filme und Klassiker der amerikanischen Gegenkultur zitieren, werfen neues Licht auf die Songs.

Bilder vom Vietnam-Krieg

Die radikalste Neu-Interpretation erfährt "Strawberry Fields Forever", mit Bildern aus dem Vietnam-Krieg unterlegt. In dieser alptraumhaften Sequenz bündeln sich alle Enttäuschungen und die Wut, die das gesellschaftliche Klima kippen ließen.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Festival beginnt am 9. August

Ruhrtriennale feiert drei Jahre lang die „Zwischenzeit“

Essen Die Ruhrtriennale ist im Anflug. Am 9. August landet sie symbolisch mit einem begehbaren Flugzeug-Kunstwerk auf dem Festival-Campus an der Bochumer Jahrhunderthalle. Eine von vielen neuen Ideen.mehr...

Schloss Strünkede

Fassade aus Jute wird kommen

Herne Bei der documenta wurde der Künstler Ibrahim Mahama zum internationalen Star. Für die Ausstellungsreihe „Kunst und Kohle“ verhüllt er jetzt in Herne ein ganzes Schloss – vorab gab es aber rechtliche Hürden und auch Kritik.mehr...

Neu im Kino

Trickfilm über lustiges Steinzeit-Leben

Dortmund Regisseur Nick Park erzählt in „Early Man“ (ab Donnerstag im Kino) mit animierten Knet-Figuren, wie der Urmensch das Fußballspiel erlernte. Origineller als Disney, meint unser Kinokritiker.mehr...

Kulturkanal

Künstler hissen Piratenflaggen

Herne Mit dem Projekt „in flaggranti – Piratenflaggen unserer Zeit“ wollen 25 Kunstschaffende aus dem Ruhrgebiet die moderne Piraterie entlarven. Dabei sehen sie sich selbst als Piraten.mehr...

Neu im Kino

„Lady Bird“ kämpft allein gegen alle

Greta Gerwigs „Lady Bird“ erzählt von Not und Peinlichkeit im Leben einer jungen Frau, und davon, wie die Rebellion mit 17 sich anfühlt – ein Film mit Herz und Witz.mehr...

Grillo-Theater

„Der Fall der Götter“ als schlichte Nacherzählung des Filmstoffs

Essen Jan Neumann erzählt Visconti-Film mit „Der Fall der Götter“ im Essener Grillo-Theater leider nur nach. Der Regisseur verpasst die Chance, in der Heimat der Krupp-Dynastie dokumentarisch zu arbeiten.mehr...