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Junge Elite spielt mit Argerich

DÜSSELDORF Eigentlich wollte er ein Schlagzeug haben. Doch die Eltern bestanden darauf, dass er erst mal "was Richtiges" lernt, Viola zum Beispiel. Gute Entscheidung, denn am kommenden Samstag steht er mit der berühmten Pianistin Martha Argerich auf der Bühne.

von Von Bettina Jäger

, 20.11.2007
Junge Elite spielt mit Argerich

Bratschist Robert Mende ist der einzige Deutsche im „UBS Verbier Festival Orchestra.

Mende ist der einzige Deutsche im "UBS Verbier Festival Orchestra", einem renommierten Nachwuchs-Orchester mit 100 blutjungen Musikern aus aller Welt. Wer hier mitmachen will, muss bei einem der weltweit veranstalteten Probespiele mit hervorragendem Können überzeugen. "Wir spielen mit einem Star nach dem anderen", staunt Mende, der bei Marius Nichiteanu an der Hochschule für Musik in Hamburg studiert.

Keine Garantie für große Premiere

Im Sommer hatte Anne-Sophie Mutter mit dem Orchester gearbeitet und ihn nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr beeindruckt. "Sie war kein bisschen launisch, hat mit uns allen Fotos gemacht", erzählt er. "Mit dem Orchester war sie sehr zufrieden." Ihn selbst spornt die ungewöhnliche Gemeinschaft, in der Nationalität keine Rolle spielt, zu Höchstleitungen an: "Das motiviert natürlich, wenn um einen herum alle toll spielen." Dass die Mitgliedschaft im UBS Verbier Festival Orchestra keine Garantie für eine große Karriere ist, weiß Mende: "Es öffnet einem nur die Türen." Dann müsse aber auch die Leistung stimmen, und dazu gehört das Üben: Drei bis fünf Stunden täglich spielt er Bratsche.

Abwechlungsreiche Musik

  Dirigiert von Charles Dutoit, werden Martha Argerich und das Orchester in der Düsseldorfer Tonhalle das Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur von Sergej Prokofieff und Hector Berlioz? Symphonie fantastique, op.14, spielen. "Eine sehr abwechslungsreiche Musik", verspricht Mende. "Das fließt nicht nur so dahin. Und Martha Argerich ist eine Idealbesetzung". Sie überzeuge so stark, dass man sich die Musik nicht mehr anders vorstellen könne.

Tonhalle Düsseldorf, 24.11., 20 Uhr, Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen