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Klaws und Meeden holten den Broadway nach Dortmund

Cityring-Konzerte

Mit einer Musicalgala sind die dritten Cityring-Konzerte in Dortmund zu Ende gegangen. Es dauerte aber etwas, bis Patricia Meeden und Alexander Klaws das Publikum von den Sitzen gerissen hatten.

Dortmund

, 03.09.2018
Klaws und Meeden holten den Broadway nach Dortmund

Patricia Meeden und Alexander Klaws waren die Stars der Musicalgala zum Abschluss der Cityring-Konzerte auf dem Dortmunder Friedensplatz. Die Gala am Sonntagabend war mit 2700 Besuchern ausverkauft.Foto: Schütze © Stephan Schuetze

Was kann einen Superstar und „Let‘s Dance“-Gewinner denn noch aus dem Konzept bringen? Eine temperamentvolle, quirlig-unberechenbare Frau wie Patricia Meeden. Die stahl Alexander Klaws bei der Musicalgala zum Abschluss der Cityring-Konzerte auf dem Dortmunder Friedensplatz manchmal ein wenig die Schau. Aber Klaws hielt dagegen – unter anderem mit einem grandios gesungenen „Gethsemane“ aus Webbers „Jesus Christ Superstar“, dessen Titelrolle er 2014 in der Dortmunder Oper fantastisch gestaltet hat. Und mit „Relight my fire“, das viel Stimmung auf den Platz brachte.

Besucherrekord beim dritten Festival

2700 Besucher (gut ein Drittel der 7817 Gäste aller vier Konzerte) erlebten auf dem ausverkauften Platz am Sonntag eine rauschende Nacht voller Hits. Die kamen im ersten Teil eher balladesk daher, nach der Pause zogen die Dortmunder Philharmoniker unter Philipp Armbruster und die Solisten das Tempo an. Rockige und mitreißende Titel aus dem Queen-Musical und von Abba brachten mehr Stimmung auf den Platz.

Gegensätze ziehen sich an

Es war ein Abend frei nach dem Motto „Der Schöne und das Biest“, in dem Klaws und Meeden in den Moderationen improvisierten, sich charmant neckten, aber musikalisch ein Herz und eine Seele waren – in „Beauty and the Beast“ genauso wie im rockigen „The promise you made“ und „Rewrite the stars“ aus „Greatest Showmen“.

Soul klang so groß wie umwerfend

Gegensätze ziehen sich an – an diesem Abend merkte man das deutlich. Patricia Meedens Soulstimme ist so groß wie umwerfend. Wenn sie „Big spender“ singt (in dem Klaws spontan die Philharmoniker dirigierte) hört man Shirley Bassey. Und wenn sie ihre Paradenummer „I will always love you“ anstimmt, klingt das sogar noch einen Tick wärmer und vollmundiger als bei Whitney Houston.

Klaws ist der Sänger mit der schlankeren Stimme, einer der Gänsehautmomente in den Balladen garantiert. Solche Hollywood-Momente gab es viele an diesem Abend. Im „Never walk alone“ als Zugabe und im Duett „With you“ aus dem Musical „Ghost“.

Der Friedensplatz strahlte im Broadway-Glanz. Das lag auch an den Philharmonikern, die vom Filmmusikorchester bis zur Bigband alles waren. Vor allem großartig.

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