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Kontraste im Kunstquadrat

ESSEN Kunst auf minimalistischer Fläche wird hier zur Herausforderung für die Aussteller. Ungewöhnliche Wege und neue Perspektiven sind die Ziele der Essener Kunstmesse.

von Von Nadja Schöler

, 02.11.2007

Ein neuer Name, ein neues Konzept und 100 Aussteller - die Künstlermesse "KunstQuadrate 07" hat sich in diesem Jahr zur Kunstmesse "contemporary art ruhr" erweitert. Unter die zeitgenössischen Künstler haben sich nun auch Galeristen, Institutionen und Projekte gemischt, die in drei Hallen mit eigenen Ständen, oder besser Quadraten, vertreten sind.

Denn darum ging es seit Beginn des Konzeptes "Kunstquadrate". Jeder Künstler oder Galerist erhielt eine quadratische Fläche von drei mal drei Metern. In Halle fünf der Zeche Zollverein hat sich der Dortmunder Galerist Axel Schöber eingerichtet. Bodenlinien aus Klebeband zeigen ihm die Grenzen seines Quadrates. Er zeigt Arbeiten dreier Künstler. Die Gesichter des koreanischen Malers und Bildhauers Ung-Pil Byen, verzerrt mit den eigenen Händen, sind Selbstportraits aus Ölfarbe. "Das Besondere daran ist, dass Byen nur mit waagerechten Pinsellinien arbeitet. Auf Distanz entsteht ein fotographischer Eindruck", erklärt Galerist Axel Schöber. Die kleine weiße Wand, die ihm als Ausstellungsfläche genügen muss, ist eine Herausforderung.

Verzweiflung

In starkem Kontrast dazu stehen die Arbeiten des Herner Malers Eberhard Bitter. Seine meist dunklen Figuren aus Acrylfarbe wirken geradezu beängstigend in ihrer Art und Weise, Gemütszustände wie Verzweiflung zu beschreiben.

Als Gegenpol zur Malerei platzierte Schöber fünf Skulpturen des süddeutschen Bildhauers Jörg Bach in seinem Quadrat, dessen Stahlskulpturen, wie "Bodenfrucht" an organische Formen angelehnt sind.

Erinnerungsspuren

Auf einer etwas kleineren Fläche bewegen sich die Künstler selbst. In Halle zwölf stellen neben 38 andern Künstlern auch die Dortmunder Eva Horstick-Schmidt, Christian Sinn (Fotographie) und Michael Jaspert aus. Erinnerungen werden von der Recklinghausener Künstlerin SADIRI wachgerufen, die mit ihren Installationen Erinnerungsspuren - auch auf Bronzeköpfen - nachgehen will.

 

Zeche Zollverein: "contemporary art ruhr, Kunstquadrate 07", Gelsenkirchenerstraße 181, bis 4.11., Mo-So, 11-19 Uhr.