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Intendant Benedikt Stampa:

"Konzerthäuser brauchen mehr Marketing"

DORTMUND. Benedikt Stampa, Intendant des Dortmunder Konzerthauses, plädiert dafür, dass sich Konzerthäuser besser vermarkten sollen, statt auf Subventionen zu warten.

"Konzerthäuser brauchen mehr Marketing"

Benedikt Stampa, Intendant und Geschäftsführer vom Konzerthaus Dortmund, ermunter seine Kollegen zu mehr Marketing und Kommerzialisierung.

"Ohne Subventionen kommt kein Konzerthaus aus. Doch man darf sich nicht darauf als einzige Stütze verlassen und sie wie selbstverständlich erwarten. Das führt oft zur Selbstgefälligkeit und zu einem Programm, das leicht am Publikum vorbeigeht", schreibt der 48-Jährige in einem Gastkommentar im Wirtschaftsmagazin "Handelsblatt".Sponsorengelder verdreifacht In Dortmund zeigt er, wie das geht, und hat die Sponsorengelder von 600 000 Euro auf über 1,8 Millionen Euro verdreifacht. Dadurch gäbe es "neue Spielräume für spektakuläre Programme und mehr Publikum". "Wir müssen Ideen entwickeln, um das vorhandene Interesse an klassischer Musik zu aktivieren. Drei Prozent Marktanteil in Deutschland sind nicht genug. Ziel muss sein, den Anteil mindestens zu verdoppeln, vielleicht zu verdrei- und vervierfachen."

Dass der Zuspruch noch nicht ideal sei, läge an der unzureichenden Bereitschaft zur Vermarktung: "Es gilt, den Spagat zwischen kulturell hohem Anspruch und wirtschaftlicher Überlebensfähigkeit der Klassik zu halten. Wir verkaufen ,Sinnlichkeit und Anspruch' - eine unschlagbare Kombination in der Welt schnellen Konsums."Vorbild Fußball Dass Kommerzialisierung nicht schlecht sein muss, zeige die Entwicklung des Fußballs: "Heute wissen wir, dass die Vermarktung nicht nur die Qualität des Sports, sondern auch seine Attraktivität, Faszination und Relevanz gewaltig erhöht hat."

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