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Konzerthaus wurde zur Kathedrale

DORTMUND Das Requiem sei Verdis beste Oper, meinen manche Musikfreunde. Enoch von Guttenberg hat sie im Dortmunder Konzerthaus widerlegt.

Konzerthaus wurde zur Kathedrale

Enoch zu Guttenberg dirigierte im Dortmunder Konzerthaus das Verdi-Requiem.

Und das Publikum mit seiner dichten, zutiefst beeindruckenden Interpretation spiritualisiert und trotzdem dramatisch gepackt. Das Konzerthaus haben Guttenberg, seine vorzügliche "Klangverwaltung", der Philharmonische Chor Brünn und die Solisten zur Kathedrale gemacht.

Inspirierendes Dirigat

Es gibt wenige Dirigenten, die sich beim Dirigieren so echauffieren wie Guttenberg, der mit seiner impulsiven Mimik und Körpersprache Chor und Orchester mitriss und inspirierte - auch, wenn dabei manchmal ein Holzbläserton nicht ganz lupenrein klang.

Kontrastreiche Interpretation

Selten hört man das Requiem so kontrastreich, so farbenreich, so tiefgründig - mit beschwörend flüsternden Chorpassagen, Paukenschlägen wie Donnerschlägen, Klängen voll hochexpressiver Verzweiflung und aufgepeitschter Dramatik und tief entrückter Resignation. Auch die Solisten vermittelten Dramatik ebenso anschaulich wie Innigkeit. Noch mehr Feuer hätte man sich im Sopran von Susanne Bernhard am Schluss gewünscht; körperreicher waren der tiefe Mezzo von Gerhild Romberger, der Wagner-Tenor von Alfred Kim und der hohe Bass von Vladimir Baykov.

Mit mehr Ovationen sind selbst die Wiener Philharmoniker vor zwei Wochen nicht bejubelt worden.

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