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Kulturkanal

Künstler hissen Piratenflaggen

Herne Mit dem Projekt „in flaggranti – Piratenflaggen unserer Zeit“ wollen 25 Kunstschaffende aus dem Ruhrgebiet die moderne Piraterie entlarven. Dabei sehen sie sich selbst als Piraten.

Künstler hissen Piratenflaggen

Die Flaggen wehen von der „Künstlerzechenbrücke“ über dem Kulturkanal in Herne. Foto: Wurzel

Als Kunstraumeroberung kann man die Piraterie der 25 Künstler wohl deuten, die über das Projekt „in flaggranti – Piratenflaggen unserer Zeit“ entlang des Rhein-Herne-Kanals ihre Flaggen zur Schau stellen.

50 Kunstwerke wehen noch bis Donnerstag (26.4.) von der „Künstlerzechenbrücke“ an der Zeche „Unser Fritz 2/3“, Zur Künstlerzeche 10 in Herne. Am Sonntag (29.4.) gehen die Flaggen per Schiff auf die Reise in Richtung Duisburg.

Buntes Flaggenmeer mit Gesellschaftskritik

Rauben wollen die Kunstpiraten nichts, vielmehr auf moderne Piraterie im Bankenwesen oder durch Hacker aufmerksam machen, erklärt Initiatorin Dorothee Büsse: „Den Piratenbezug kann man inhaltlich und auch im bunten Flaggenmeer selbst sehen.“

Ganz unterschiedlich haben die Künstler das Thema auf ihren Flaggen gedeutet. Bankgebäude, aber auch Schiffe sind abgebildet – vereinzelt auch der Totenkopf.

Für die Künstler waren Flaggen etwas Neues

„Keiner von uns hat je etwas mit Flaggen gemacht“, erklärt Künstler Gert Blankenstein. Kollege Uwe Piel hat zwar Erfahrung mit hängenden Objekten: „Fahnenähnliches ist mir nicht fremd“, sagte er bei der Projekt-Vorstellung in der Künstlerzeche „Unser Fritz 2/3“ in Herne.

Den Themenzugang fand er aber schwieriger. Er entschied sich, den Tod und Gold zu thematisieren.

Von der Vision zum „Wow“

„‚in flaggranti‘ hat mit der Zeit eine eigene Dynamik entwickelt“, so Blankenstein. Nach und nach wurden Orte entlang des Kanals mit dem Projekt verknüpft. Die Idee der Piraten entstand durch den Kontakt zum Leiter des Binnenschifffahrtsmuseums in Duisburg, Bernhard Weber.

Als „Vision, die eine bleibt“ hätten viele „in flaggranti“ gesehen, so die Initiatorin. Ein leises „Wow“ zeigt ihre Begeisterung fürs Projekt, als Büsse erfährt, dass die Flaggen wohl an der Reling eines fast 140 Meter langen Schiffes über den Kanal fahren werden.

Projekt verknüpft Kulturorte entlang des Kanals

Zeitgleich erfolgt die Hängung der Flaggen am Amphitheater in Gelsenkirchen (29.4., Grothusstraße 201), dann an den Fassaden des Binnenschifffahrtsmuseums Duisburg (26.5., Apostelstraße 84) und des Rathauses Düsseldorf-Gerresheim (22.6., Neusser Tor 8).

Schließlich soll die Flaggenreise in Wuppertal enden. Ort und Datum stehen noch nicht fest.

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