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Künstler schaffen Blickwechsel

NRW. Die landesweit zeitgleich in 42 Städten zu sehende Ausstellung "Blickwechsel" des Kultursekretariats NRW Gütersloh eröffnet am 12. September in Soest. Und sie sorgt dafür, dass die Menschen zum Teil ihre Stadt ganz neu sehen.

von Von Anna Kaiser

, 26.08.2010
Künstler schaffen Blickwechsel

<p>Künstler Kai Rheinecke zeigt in seinem Bilderessay Motive aus Witten, die im Konrast zur Hektik stehen

Nachdem sich die Künstler, die den NRW-Städten bereits 2009 zugelost wurden, in ihrer Stadt umgesehen und Ideen entwickelt haben, sind die Kunstprojekte nun dabei verwirklicht zu werden. Die Kunst im öffentlichen Raum soll den Blick der Bewohner der 42 teilnehmenden Städte auf ihre Stadt verändern. Die Aufmerksamkeit soll auf ein Detail gelenkt werden, das einen künstlerische Sicht auf Alltägliches entstehen lässt. Erreicht werden soll der Blickwechsel nicht durch aufwändige Kunst, sondern durch kleine Eingriffe in die bestehende städtische Struktur.Schatten und Blech Vom 18. August bis 17. Oktober werden an diversen Orten der Emsdettener Innenstadt "Ein Zwölftel der Ekliptik" der Künstlerin Tina Tonagel zu sehen sein. Schattenwürfe, wie die von Gerüsten oder Fahrradständern, werden von Tonagel so nachgezeichnet, dass eine Sonnenuhr entsteht. In Rheine werden in der Fußgängerzone (Emsstraße) einen Monat lang Anja Kempes "Bliekbüssken" zu sehen sein. An der Haupteinkaufsstraße befindet sich ein Haus mit einer Edelstahlfassade. Auf dieser wird das Wort "Bliekbüssken", was Blechbüchsen bedeutet, zu lesen sein. Damit nimmt die Künstlerin Bezug zu dem 2010 abgerissenen Warenhaus in Leipzig, welches wegen seiner Edelstahlfassade "Bliebbüssken" genannt wurde.Musik und Erholung Die Stadt Schwerte wird sich vom 8. Oktober bis 7. November durch Mark Wehrmanns Projekt "Gerrenbach Schwerte" verändern. Wehrmann, der das Ruhrgebiet als Zentrum des Heavy-Metal ansieht, wird ein Plattencover in Bezug zur Stadt setzen. Künstler Kai Rheineck aus Düsseldorf verwirklicht sein Projekt "Irene" in Witten, Husemannstraße 12. Er nimmt Witten als fleißige Stadt wahr, wodurch er im Kontrast dazu eine Zone der Ruhe und der Erholung durch verschiedene Installationen und ein Bildessay zeigen will.