Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Kunst zum Anfassen, Hinlegen und Drauftreten

Dortmunder U

DORTMUND Vor zehn Jahren, als Bill Seamans Installation "Exchange fields" entstand, gab es noch keine Wii-Spielkonsolen, bei denen reale Bewegung in virtuelle umgesetzt wird.

von Von Ilka Bärwald

, 18.08.2010
Kunst zum Anfassen, Hinlegen und Drauftreten

Über haptische Skulpturen erzeugen Besucher Filmsequenzen in Bill Seamans "Exchange fields".

Und doch könnte man das Kunstwerk, das nun bei der ISEA im Dortmunder U zu sehen ist, als eine Art Vorläufer interaktiver Spielformen sehen. In 13 minimalistische Skulpturen kann der Besucher seine Hand, sein Bein stecken. Er kann sich draufsetzen, draufstellen, sich gar hinlegen. Auf der Leinwand erscheint nun eine Tänzerin, die das ausgewählte Körperteil zum Mittelpunkt ihrer Choreografie macht. Bewegung kontra Stillstand. Zwei weitere Leinwände zeigen vom Lichtermeer des nächtlichen L.A. bis zur Gasflamme künstliche Energie, im Kontrast zum haptisch-körperlichen Tanz. "Es soll eine meditative Atmosphäre entstehen, die einem die Berührung bewusst macht", erklärt der US-Medienkünstler Bill Seaman. Seit August 2009 wurde "Exchange fields" in Kooperation mit dem Inter Media Art Institute (imai), Videotechnikern sowie Fachleuten der FH Köln restauriert. Die ursprünglich verwendeten Laserdiscs waren für den dauerhaften Ausstellungsbetrieb nicht gerüstet. Die Kosten von rund 30 000 Euro übernahmen unter anderem das Museum am Ostwall, in dessen Besitz die Installation ist, und das Land NRW."Exchange fields", Dortmunder U, Brinkhoffstr. 4, 20.-29.8. tgl. 10-20 Uhr. Eröffnung am Donnerstag, 19.8., 17 Uhr.