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Installation "Melt"

Kunst zum Hüpfen im Landschaftspark Duisburg-Süd

DUISBURG Für Kinder gibt es Hüpfburgen. Für kleine und große Kunstfreunde gibt es dagegen "Melt" - eine Installation, die zum Hüpfen, Springen und Toben einlädt. Rejane Cantoni und Leonardo Crescenti bauen sie gerade im Landschaftspark Duisburg auf. Das Kunstwerk wird am Freitag, 15. August, um 15 Uhr eröffnet.

Kunst zum Hüpfen im Landschaftspark Duisburg-Süd

Noch liegt Folie über den polierten Alu-Platten des Kunstwerks "Melt". Aber hüpfen können Leonardo Crescenti und Rejane Cantoni schon.

Das Künstlerduo „cantoni crescenti“ aus São Paulo, das seit 2005 überall auf der Welt spektakuläre Installationen errichtet, ist auf Einladung der Urbanen Künste Ruhr in Duisburg zu Gast. Einmal im Jahr organisiert diese Nachfolge-Organisation der Kulturhauptstadt ein Angebot anlässlich der Ruhrtriennale – und zwar immer Freiluft-Kunst, die spektakulär und unterhaltsam ist. 2013 gab’s das Lichtkunstwerk „Pulse Park“ an der Jahrhunderthalle. Im letzten Jahr rauschte die 19 Meter hohe Riesendusche „Tower“ auf Zollverein.

„Melt“ ist zwar nur zwölf Zentimeter hoch, aber dafür 70 Meter lang und drei Meter breit. Noch drehen Rejane Cantoni (54) und Leonardo Crescenti (60) an dem silbernen Laufsteg unter dem Hochofen Schrauben ein. Noch schützt Folie die 50 Aluminiumplatten. Aber schon jetzt ist es toll, auf dem Kunstwerk zu rennen, zu hüpfen oder zu springen. Oder so federnd zu gehen, als sei man auf dem Mond, wo die Schwerkraft geringer ist.

„Die Menschen werden happy sein“, verspricht Cantoni, eine temperamentvolle und herzliche Brasilianerin. Monatelang hatten die Künstler an dem System herumgetüftelt. „Eine tolle Ingenieursleistung“, lobtenam Freitag die Aufbauhelfer der Triennale. Jede Platte lagert auf winzigen Kugeln und bewegt sich in alle Richtungen. Die 1800 Sprungfedern werden mit Silikonklebstoff aus der Flugzeugindustrie befestigt. „Erst waren die Sprungfedern 15 statt 12 Zentimeter lang. Die Platten fielen um, sobald jemand darauf stand“, amüsiert sich Cantoni.

Die Wissenschaft sei für ihre Arbeit ungeheuer wichtig. „Das ist Physik“, sagt sie mit dem Blick auf das originelle Kunstwerk. „Aber nur Kunst und Wissenschaft gemeinsam können unser Leben besser machen.“ So soll „Melt“ (englisch: schmelzen) auch zum Nachdenken anregen. Im Januar hatte das Künstlerduo, das auch privat ein Paar ist, den Landschaftspark besichtigt. „Wir haben uns gefragt: Wo sind die Menschen?“, erzählt Cantoni. Doch die Arbeiter sind längst fort. Das Kunstwerk soll nun wieder Menschen in den einsamen Gang holen. Und diese Besucher werden den alten Hochofen als Spiegelbild ganz neu erleben.   

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