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LWL sagt Fest im Ruhrgebiet ab

Nach Loveparade-Katastrophe

HATTINGEN/MÜNSTER Wegen der Loveparade-Katastrophe mit 21 Toten fällt im Ruhrgebiet ein großes Begegnungsfest für Menschen mit und ohne Behinderungen dieses Jahr aus. Das Zechengelände auf der Henrichshütte in Hattingen ist nicht sicher genug.

von Von Felix Guth (mit dpa)

, 11.08.2010
LWL sagt Fest im Ruhrgebiet ab

Hier sollte das Fest eigentlich stattfinden: Das LWL-Industriemuseum Henrichshütte Hattingen.

Die Veranstaltung „MitMenschen 2010“ war für den 5. September geplant, mindestens 10.000 Gäste hatte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) erwartet. Doch am späten Dienstagnachmittag kam die Absage. "Im schlimmsten Fall, wenn wir alle Besucher evakuieren müssten, würde es zu Schwierigkeiten kommen", sagte LWL-Sprecher Karl G. Donath.

Die hohe Zahl an Menschen mit Rollstühlen und anderen Einschränkungen hätte neue Sicherheitsmaßnahmen notwendig gemacht. "Wir hätten mit großem Aufwand nachrüsten müssen", so Donath. Das Gelände rund um die Henrichshütte hat eine Größe von 50.000 Quadratmetern, ein Sechstel der Fläche des Loveparade-Geländes. Die Entscheidung sei eine Lehre aus der Katastrophe in Duisburg. "Sie hat den Blick für die Sicherheit geschärft". Dass im Vorfeld nicht ausreichend über eine mögliche Evakuierung der Henrichshütte nachgedacht worden sei, bestreitet der LWL-Sprecher. "Es wurde nachgedacht, aber nicht mit dieser Priorität. Seit Duisburg muss der Feiergedanke hinten anstehen, wenn es Bedenken gibt."