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"La Bohème" blüht am MiR richtig auf

GELSENKIRCHEN Mit Spannung wurde an Gelsenkirchens Musiktheater im Revier die Premiere von Puccjnis Erfolgsoper "La Boheme" erwartet: Dirigent Heiko Mathias Förster, seit dieser Spielzeit GMD der "Neuen Philharmonie Westfalen", präsentierte seine erste Oper vor Ort.

"La Bohème" blüht am MiR richtig auf

Fulvio Oberto (Rodolfo), Hrachuhí Bassénz (Mimi).

Außerdem gab Michael Schulz, ab der nächsten Spielzeit Generalintendant der Stadt, sein Debüt als Opernregisseur. Der Jubel für den Dirigenten, das Regieteam (Bühne: Kathrin Drose, Kostüme: Klaus Bruns) und das große Ensemble war so einhellig wie selten. Man darf die Aufführung als ein Zeichen dafür sehen, dass es auch in Zukunft innovativ weitergeht.

Intendant führt Regie

Mit Michael Schulz wird Gelsenkirchen nach langer Zeit wieder einen Intendanten haben, der selbst Regie führt. Instinktsicher folgt er Puccinis genialer Dramaturgie und belässt das Stück da, wo es von ihm hinkomponiert wurde, im 19. Jahrhundert. Aber indem er die Musik genau aushorcht, erreicht er, dass man die Akteure, die da auf der Bühne lieben und leiden, Menschen von heute wahrnimmt: Puccinis Milieuschilderung eines materiell armseligen, aber seelisch reichen Künstlerlebens ist eben so wahrheitsgetreu empfunden, dass es auf jede Generation zutrifft.

Ideales Puccini-Sextett

Da hausen vier Künstler in einer eiskalten Pariser Mansarde - der Dichter Rodolfo (Fulvio Oberto), der Maler Marcello (Melih Tepretmez), der Musiker Schaunard (Christian Helmer), der Philosoph Colline (Nicolai Karnolsky). Mit der koketten Musette (Leah Gordon) dem hingebungsvollen, lungenkranken Blumenmädchen Mimi (Hrachuhí Bassenz) bilden sie ein geradezu ideales Puccini-Sextett. Schließlich gelingt Michael Schulz in den Mittelakten, die im Pariser Quartier Latin spielen, eine Massenchoreographie, die an Turbulenz kaum zu überbieten ist.

Mit Heiko Mathias Förster hat das Musiktheater im Revier einen Dirigenten gewonnen, der eine große und leidenschaftliche Theatererfahrung besitzt. Das klingt und blüht und hat Biss.

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