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Ausstellung im Lehmbruck-Museum

Leicht zu betreten und schwer zugänglich

DUISBURG Unscheinbar steht der weiße Kubus in der lichtdurchfluteten Glashalle des Duisburger Lehmbruck-Museums. Wie ein vergessener übergroßer Karton. Oder ein Sockel für ein Kunstwerk. Aber das Kunstwerk ist der Kubus selbst und das, was darin ist – und das ist bei Weitem nicht so leicht zugänglich, wie sein Äußeres vermuten lässt.

Leicht zu betreten und schwer zugänglich

Der Kubus wirkt von außen unscheinbar.

Sicher: Erst einmal ist der Kubus der polnischen Bildhauerin Monika Sosnowska, die als zweite Künstlerin in der Reihe „Sculpture 21st“ im Lehmbruck-Museum ausstellt, leicht zu betreten. Durch eine einfache weiße Tür, auf der die silberne Klinke ins Innere hineinlockt, betritt der Besucher den drei mal drei Meter großen Raum.

Darin ist dann aber alles nicht mehr so klar. Den Besucher erwartet kein strukturierter Raum, an Decken, Wänden und sogar am Boden sind Türen eingelassen. Sie scheinen dem Betrachter einen Ausgang zu bieten, aber hinter ihnen geht es nicht weiter, der Raum ist begrenzt, die Türen zwecklos. Sinnfrei seien sie dennoch nicht, sagt Ronja Friedrichs, die kuratorische Assistentin der Ausstellungsreihe. Der Betrachter überlege sich in dem 2004 entstandenem Kubus, was sich hinter den Türen verbergen könne und werde so in das Werk einbezogen. Dieser Übergang in den imaginären Raum sei, so Friedrichs, der Künstlerin sehr wichtig.

Den Betrachter vor Herausforderungen stellen, ihn verwirren und verunsichern – das tut die 1972 geborene Monika Sosnowska, deren Werke unter anderem im Museum of Modern Art in New York gezeigt wurden, immer wieder. Sie entwirft labyrinthische Situationen, in denen sich der Betrachter zurechtfinden muss, lässt Treppen ins Nichts führen. Auch das Lehmbruck-Museum, in dem das begehbare Haus aufgebaut ist, fordere sie heraus, sagt Direktorin Söke Dinkla, stelle sich ihr undurchschaubarer Kubus doch gegen die Offenheit und Transparenz des rund um durch Glas einsehbaren Gebäudes. 

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