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Oper Dortmund

Lena und Leander erleben viel zu viele Abenteuer

DORTMUND Die Musik von Marius Felix Lange zur Familienoper „Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“, ist kindgerecht modern und mit „Der Mond ist aufgegangen“ als Leitmotiv einprägsam. Die Sänger spielten entzückend bei der Premiere am Sonntag im Dortmunder Opernhaus. Die prächtige Ausstattung von Tatjana Ivschina ist märchenhaft und die Regie von Johannes Schmid lebendig und witzig. Aber das Libretto – Ach Du liebe Güte!

Lena und Leander erleben viel zu viele Abenteuer

Die Ausstattung der Familienoper – wie die dieser Unterwasserszene – ist prächtig und aufwendig.

Gegen die Abenteuer, die Lena und ihr Freund Leander erleben, ist Ronja Räubertochter eine Klosterschülerin. Librettist Martin Baltscheid hat viel zu viel in 90 Minuten hineingepackt – viel mehr als sich Kinder mit acht Jahren merken können.  

Der Tod wartet schon  

Und manches ist auch grenzwertig für Kinderaugen. Etwa die Szene, in der das Mädchen versucht, sich mit Alkohol in den Schlaf zu trinken oder die, in der die Kindheit in einem Kindersarg zu Grabe getragen wird. Oder die, in der der Tod mit der Schippe neben dem schlafenden Mädchen steht. Das kann kleinen Kindern Angst machen.

Verstehen werden sie von der sprunghaften Handlung nur, dass Lena Angst hat, einzuschlafen, seit sie einen Vogel den Leander erschossen hat, scheinbar schlafend gesehen hat. Die Blumenprinzessin küsst das Vögelchen später wieder wach.  

Prächtige Ausstattung  

Im Kooperationshaus Duisburg war die Oper schon zu sehen; jetzt hat Dortmund sie mit großem Aufwand auf die große Bühne gebracht (im Graben spielen die Philharmoniker unter Leitung von Philipp Armbruster).

In die schiefen Fachwerkhäuschen in Lenas Dorf kann man hineinschauen; der Mond (oft zu leise: John Zuckerman) schwebt in einem Sessel vom Bühnenhimmel, auf einem Felsen geht‘s für die Kinder auf die Reise. Und auch in eine Unterwasserwelt tauchen sie ab.

Spaß haben die Kinder an Julia Amos als Lena, die viel kindliche Freude ausstrahlt. Und an Gerardo Garciacano als Kumpel Leander. Balletttänzer, Flößer und eine Trachtenkapelle füllen auch die Bühne. Weniger wäre mehr gewesen.


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