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Katholische Akademie Schwerte

Lilian Moreno Sánchez veredelt Leiden und Schmerz

SCHWERTE Menschliches Leiden ist das leitende Motiv in den Werken der Künstlerin Lilian Moreno Sánchez. Erschütternd sind die Bilder. Aber nicht grausam, sondern überaus ästhetisch. "Pasiones" heißt die aktuelle Ausstellung von Lilian Moreno Sánchez; zu sehen ist sie ab Sonntag, 10. Juni, in der Katholischen Akademie in Schwerte.

Lilian Moreno Sánchez veredelt Leiden und Schmerz

In krassen Gegensatz stellt Lilian Moreno Sánchez Heiligenbilder und Bilder von Wunden oder Skelette.

Auf edlen Stoffen wie Seide druckt, malt und näht die chilenische Künstlerin. Sie stellt Heiligenbilder aus der Renaissance in krassem Gegensatz zu Fotos von Verletzungen. Ein ästhetisches Bildnis der Heiligen Katharina steht so neben der Fotografie eines Mundes, dessen Unterlippe nach einer schweren Verletzung wieder komplett angenäht worden ist. Öl läuft wie Blut auf dem Bild herunter. Lilian Moreno Sánchez veredelt die Abbildungen der Heiligen, die sie von Künstlern aus der Renaissance zitiert, aber auch die Fotos der Verletzungen. Die Farbe Gold dominiert in den Bildern, das Leiden verliert so seinen Schrecken.Arbeit mit Collagen Die Künstlerin arbeitet mit Collagen. Sie zerschneidet edle Stoffe und verletzt sie so, druckt die Bildnisse darauf und näht die Stoffbahnen wieder zusammen. Feine, goldene Nähte ziehen sich durch die Bilder - wiederum eine Analogie zu Wunden, Schmerz und Leiden. Der Bezug zur Religion ist offensichtlich. Die Passion Christi schwingt in jedem Werk mit. Das Leiden wird so zu einer Chance: auf ein besseres Leben nach dem Tod.

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