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"London Nights": Neue Szenen aus der Jugendzeit

Im Kino

Der Spanier Axl ist nach London gekommen, weil er hier seinen Vater vermutet, der ihn im Alter von drei Jahren im Stich gelassen hat. Die Belgierin Vera wiederum wurde von ihrem Freund verlassen, und sie findet, dass London ein guter Platz zum Vergessen und zum Verlieben ist.

von Von Klaus-Peter Heß

, 24.08.2010
"London Nights": Neue Szenen aus der Jugendzeit

In "London nights" gibt es mehr zu entdecken als ungemachte Betten.

Die beiden hausen zusammen mit einer unüberschaubaren Menge anderer junger Leute in einem hippen Industrie-Loft, in dem es zugeht wie auf Waterloo Station - nur lauter, schriller, bunter. Mit "London Nights" (Originaltitel "Unmade Beds") legt der Argentinier Alexis Dos Santos sein Regie-Debüt vor - eine Handkamera-geführte Befindlichkeitsstudie aus der jungen Subkultur Londons, besetzt mit Protagonisten aus der Altersstufe "Twentysomething" mit ihren ureigenen Problemen: Wer bin ich, und wenn ja, warum und mit wem? Multikulturelle Küchenphilosophie Nachpubertäre, multikulturelle Küchenphilosophie und Küchenpsychologie, aufgeputzt mit frischer Indie-Musik unter anderem von (We are) Performance, Michiel Huisman, Connan Mockasins, Plaster of Paris und Kimya Dawson. Mit Texten, die den Nerv von Gleichaltrigen treffen und Menschen, die dem Alter der Protagonisten längst entwachsen sind, hier und da immerhin ein verständnisvolles Schmunzeln entlocken. Vera wird übrigens ihre neue Liebe finden - wenn auch mit einigen Anlaufschwierigkeiten. Axl entdeckt tatsächlich seinen Vater und kommt zu der Erkenntnis, dass er gut auf ihn verzichten kann. Kleine Happyends in einem Film, der aussieht wie eine schnell hingeworfene Skizze und in dem es schließlich doch so viel zu entdecken gibt wie auf einem großen Gemälde.