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Vladimir Vertlib

Lucia Binar und die russische Seele,

"Wenn ich jetzt sterbe, dann kann ich damit leben." Mit diesem Satz beginnt Vladimir Vertlibs wunderbarer Roman "Lucia Binar und die russische Seele". Der Ausspruch stammt übrigens von der im Titel genannten alten Frau Binar, die als Ich-Erzählerin fungiert.

Lucia Binar und die russische Seele,

Sie wohnt seit ihrer Geburt in Wien in der Mohrengasse - und dort möchte sie auch sterben. Der Hausbesitzer unternimmt allerdings einiges, um die alten Mieter zu vertreiben: Er gibt "Hausbesetzern" eine Wohnung und spendiert ihnen eine Musikanlage, damit sie auch ordentlich Krach machen können...

Lucia Binar freundet sich mit dem Student Moritz an, der sich in einer Anti-Rassismus-Initiative zur Umbenennung der Mohrenstraße engagiert.

Er unterstützt sie auch bei der Suche nach einer unfreundlichen Call-Center-Mitarbeiterin. Als Lucias "Essen auf Rädern" eines Tages ausbleibt, rät die Dame an der Hotline, doch auf Knäckebrot zurückzugreifen.

Zwei Erzählstränge

Letztere heißt Elisabeth und lernt Alexander kennen - und von diesen beiden berichtet ein Allwissender-Erzähler. Es ist ein recht ungewöhnliches Zusammentreffen, nämlich bei einem Fahrstuhl-Absturz. Sie verlässt das Call-Center und arbeitet künftig wie Alexander für einen Zauberer.

Geschickt verknüpft Autor Vertlib die beiden Erzählstränge, entblättert die Verbindungen, die unter den Protagonisten bestehen. Ein furios-magisches Ende gibt es ebenfalls. Skurrile Ideen, äußerst amüsant zu lesen.

 

 

Vladimir Vertlib: Lucia Binar und die russische Seele, 319 S., Deuticke, 19,90 Euro, ISBN 978-3-552-06282-5.

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