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Buchkritik

Lucy Fricke: „Töchter“

Roadmovies gibt es viele, auch mit Sterbenden auf der Rückbank. Autorin Lucy Fricke allerdings versteht es im Roman „Töchter“, eine solche Fahrt originell und ob des lakonischen Humors äußerst amüsant zu erzählen.

Lucy Fricke: „Töchter“

Sie sind nicht jung, sexy und auch nicht unterdrückt wie die zwei Frauen im Film „Thelma und Louise“. Aber die beiden langjährigen Freundinnen Martha und Betty, die auch als Ich-Erzählerin fungiert, haben Probleme mit ihren Vätern.

Groteske Reise in den Süden

Marthas kranker Papa will zum Sterben in die Schweiz gebracht werden. Erst unterwegs gesteht er seiner Tochter und Betty, dass er noch einmal zu seiner Jugendliebe nach Italien will. Während sie ihn dort lassen, machen sich die beiden Frauen auf den Weg zum Grab von Bettys Lieblings-Stiefvater.

Das Grab finden sie und später auf einer griechischen Insel auch den gesuchten Vater, lebend versteht sich. Es ist eine groteske Reise in den Süden – und vor allem in die eigene Vergangenheit. Empfehlenswert!

Lucy Fricke: Töchter, 237 S., Rowohlt, 20 Euro, ISBN 978-3-4980-2007-1.

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